Zwölf Verletzte und ein völlig demolierter Katamaran! Nach dem schweren Unfall auf dem Bodensee im August ermittelt die Staatsanwaltschaft jetzt gegen die beiden Schiffsführer. Der Verdacht: Sie könnten fahrlässig gehandelt und damit den Unfall verursacht haben. Ob tatsächlich ein Fehler der beiden dahintersteckt, ist allerdings noch nicht geklärt.
Katamaran kracht gegen Hafenmauer – zwölf Menschen verletzt
Am 14. August war der Katamaran „Constanze“ von Friedrichshafen in Richtung Konstanz unterwegs. Doch bei der Einfahrt in den Konstanzer Hafen ging etwas gewaltig schief: Das Schiff krachte gegen eine Hafenmauer.
Bei dem heftigen Aufprall wurden zwölf Menschen verletzt, darunter auch die beiden Schiffsführer. Besonders am Bug wurde der Katamaran massiv beschädigt. Das Schiff wurde anschließend von der Staatsanwaltschaft sichergestellt und von der Polizei untersucht.
Technischer Defekt offenbar nicht die Ursache
Mittlerweile liegt das Gutachten eines technischen Sachverständigen vor. Und das bringt neue Erkenntnisse: Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass ein technischer Defekt den Unfall ausgelöst haben könnte. Allerdings sind noch einzelne Fragen zum Gutachten offen.
Auch die Reederei hatte vor dem Unfall keine technischen Probleme an dem Schiff festgestellt. Bei den beiden Schiffsführern waren ebenfalls keine Auffälligkeiten bekannt. Beide hatten ihre vorgeschriebenen jährlichen Gesundheitsuntersuchungen bestanden.
Wie geht es nach dem Unfall weiter?
Jetzt müssen die Ermittler klären, wie es zu dem heftigen Aufprall kommen konnte und ob die beiden Schiffsführer dafür verantwortlich sind. Bis dahin gilt für beide die Unschuldsvermutung.
Wie lange die Ermittlungen noch dauern werden, kann die Staatsanwaltschaft derzeit nicht sagen.
Der Unfall hatte auch Auswirkungen auf die Katamaran-Verbindung zwischen Friedrichshafen und Konstanz. Statt wie üblich jede Stunde fuhr nach dem Unglück zunächst nur alle zwei Stunden ein Schiff. Die Verbindung ist besonders für Pendler wichtig.