Kreis Konstanz: nachbarn retten Frau und Sohn vor Kohlenmonoxidvergiftung

Nach ersten Erkenntnissen war ein technischer Defekt an der Heizungsanlage für den Austritt des gefährlichen Gases verantwortlich.

In Orsingen-Nenzingen ist es am Wochenende beinahe zu einer tödlichen Tragödie gekommen: Aufmerksame Nachbarn haben eine Mutter und ihren Sohn vermutlich vor einer Kohlenmonoxidvergiftung gerettet. Als am Samstagvormittag die Rollläden eines Wohnhauses geschlossen blieben und auf Klingeln oder Klopfen keine Reaktion erfolgte, handelten sie schnell und alarmierten die Rettungskräfte.

Feuerwehr und Polizei rückten daraufhin an und verschafften sich Zugang zu dem Gebäude. In zwei getrennten Wohnungen entdeckten die Einsatzkräfte eine ältere Frau und ihren Sohn bewusstlos. Messungen ergaben eine stark erhöhte Konzentration von Kohlenmonoxid in der Raumluft. Beide Betroffenen wurden umgehend medizinisch versorgt und in ein Krankenhaus gebracht, wo sie stationär aufgenommen wurden.

Nach ersten Erkenntnissen war ein technischer Defekt an der Heizungsanlage für den Austritt des gefährlichen Gases verantwortlich. Kohlenmonoxid ist besonders tückisch, da es farb- und geruchslos ist und vom Menschen nicht wahrgenommen werden kann. Es verhindert die Sauerstoffaufnahme im Körper und kann innerhalb kurzer Zeit zu Bewusstlosigkeit und im schlimmsten Fall zum Tod führen.

Die Feuerwehr betonte, wie wichtig funktionierende Warnmelder sind. Kohlenmonoxid-Warner können frühzeitig Alarm schlagen und so Leben retten. Der Vorfall zeigt eindrücklich, wie entscheidend auch die Aufmerksamkeit von Nachbarn sein kann – ihr schnelles Eingreifen hat in diesem Fall wohl Schlimmeres verhindert.

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