Kreissparkasse Biberach: Solides Jahr mit neuen Entwicklungen

Geschäftsjahr 2025

Die Kreissparkasse Biberach blickt bei ihrer Jahrespressekonferenz auf ein stabiles Geschäftsjahr zurück. Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten konnte das Institut seine Position festigen und wichtige Impulse für die Zukunft setzen.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren weiterhin anspruchsvoll. Internationale Krisen und eine schwache Konjunktur sorgten vielerorts für Zurückhaltung bei Investitionen. Die Kreissparkasse Biberach konnte ihre Bilanzsumme trotzdem leicht steigern. Auch der Jahresüberschuss blieb stabil.

Vorstandsvorsitzender Martin Bücher zieht ein positives Fazit: Das Institut habe gezeigt, dass sein Geschäftsmodell auch in einem volatilen Umfeld tragfähig sei. Das große Vertrauen der Kundschaft sei dabei ein entscheidender Faktor.

Vermögensaufbau und Vorsorge im Fokus

Ein zentraler Trend im vergangenen Jahr war der Wunsch vieler Menschen nach Vermögensaufbau und finanzieller Absicherung. Die Kundeneinlagen legten spürbar zu, wobei Tagesgeldangebote besonders gefragt waren.

Auch das Aktiengeschäft entwickelte sich dynamisch. Immer mehr Kunden nutzten Beratungsangebote rund um Fonds, ETFs oder Zertifikate. Der Bausparvertrag wird dagegen immer unbeliebter. Gleichzeitig stieg die Nachfrage nach Lösungen zur privaten Altersvorsorge. Die Sparkasse empfiehlt seit Jahren, frühzeitig aktiv zu werden. Denn die betriebliche Altersvorsorge schwächelt, die Unternehmer seien aufgrund der aktuellen Konjunktur verunsichert, so Vorstand Kurt Hardt.

Was sich ebenso zeigt. Im Kreis Biberach wird wieder mehr gebaut. „Die Bauherren haben heute wieder eine klare Kalkulationsgrundlage, die Zinsen haben sich stabilisiert. Aber auch die Baukosten haben sich stabilisiert und Handwerker sind wieder besser verfügbar also noch vor vier Jahren“, resümiert Hardt.

Jubiläum für ein Herzensprojekt

Ein besonderer Meilenstein: Die Stiftung „BC – gemeinsam für eine bessere Zukunft“ feiert in diesem Jahr ihr dreißigjähriges Bestehen. Sie zählt zu den größten Sparkassenstiftungen im Land und unterstützt regelmäßig Projekte in der Region.

Neben dem gesellschaftlichen Engagement spielt Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle. Bei einem bundesweiten Vergleich im Nachhaltigkeits-Kompass belegte die Sparkasse einen Spitzenplatz. Vorstandsmitglied Dr. Michael Schieble sieht darin eine Bestätigung des eingeschlagenen Weges: Verantwortung für Umwelt, Gesellschaft und sichere Finanzstrukturen sei die Grundlage für eine stabile Zukunft.

Neue Angebote und digitale Entwicklung

Auch im Jahr 2026 setzt die Kreissparkasse Biberach auf Weiterentwicklung. Besonders das Online- und Mobile-Banking wird immer stärker genutzt. Das Institut reagiert darauf mit neuen Giro- und Depotmodellen, die besser auf unterschiedliche Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Der Fortschritt bedeutet aber auch neue Herausforderungen. Laut Schieble wurden auch die Filialen im Kreis Biberach Ziel von Betrügern. Mit KI-Stimmen versuchen sie, Kunden zu imitieren und Aufträge zu erteilen. Dagegen hat die Kreissparkasse ihre Mitarbeiter geschult. An Tagen, an denen die Polizei vor Betrugsmaschen warnt, wickelt die Bank keine Geschäfte über Anrufe ab.  Gut gerüstet geht es damit ins Geschäftsjahr 2026.

Das könnte Dich auch interessieren

07.01.2026 Arbeitslosenquote im Kreis Biberach zum Jahresende bei 2,7 Prozent Biberach ist aktuell der einzige Kreis in Baden-Württemberg mit einer Quote unter drei Prozent. Insgesamt waren 3.372 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind etwas mehr als im November und auch mehr als vor einem Jahr, dennoch bleibt die Arbeitslosigkeit im Landkreis auf einem sehr niedrigem Niveau. Ein kleiner, schwäbischer Landkreis wehrt sich gegen den Trend Bei 18.12.2025 Biberach: Höhere Abwassergebühren ab 2026 Die Schmutzwassergebühr erhöht sich von 1,51 auf 1,93 Euro pro Kubikmeter. Die Niederschlagswassergebühr steigt um fünf Cent auf 54 Cent pro Quadratmeter versiegelter Fläche. Abwasser, das in Anlagen ohne Klärwerksanschluss eingeleitet wird, wird hingegen etwas günstiger und kostet künftig 78 Cent pro Kubikmeter statt bisher 81 Cent. Gestiegene Leistungskosten treffen auch das Abwasser Grund für 15.12.2025 Mindestlohnerhöhung setzt regionalen Mittelstand unter Druck Die Sonderauswertung der IHK Schwaben zur Konjunkturumfrage Herbst 2025 zeigt: Rund jedes vierte Unternehmen plant Personaleinsparungen oder eine vorsichtigere Neueinstellungspraxis. Besonders betroffen sind das Reise- und Gastgewerbe (47 Prozent) sowie der Einzelhandel (34 Prozent). Steigende Kosten ziehen Konsequenzen mit sich Mehr als die Hälfte der Betriebe (55 Prozent) will die Preise erhöhen, um die steigenden 05.11.2025 Kreishaushalt: Biberach bleibt schuldenfrei Landrat Mario Glaser hat am Dienstag (5. November) den Entwurf des Kreishaushalts 2026 in den Kreistag eingebracht. Der Etat sieht ein Gesamtvolumen von 406 Millionen Euro vor – davon entfallen allein 252 Millionen Euro auf den Sozialbereich. Erst ab dem Jahr 2027 sind Kreditaufnahmen vorgesehen. „Biberacher Weg“ soll fortgesetzt werden Für die Kreisumlage schlägt die Verwaltung