Kreistag ist dafür: Bad Saulgau und Pfullendorf - Krankenhäuser werden geschlossen

Krankenhaussterben

Vielen Protesten aus der Bürgerschaft und dem Engagement der Bad Saulgauer Bürgermeisterin Doris Schröter zum Trotz hat der Kreistag Sigmaringen jetzt mehrheitlich für die Schließung der Krankenhäuser in Bad Saulgau und Pfullendorf gestimmt. Die stationäre Versorgung im Kreis soll am Standort Sigmaringen gebündelt werden.

In Bad Saulgau und Pfullendorf werden die Krankenhäuser jetzt doch geschlossen. Vielen Protesten aus der Bürgerschaft und dem Engagement der Bad Saulgauer Bürgermeisterin Doris Schröter zum Trotz hat der Kreistag Sigmaringen jetzt mehrheitlich für die Schließung gestimmt. 26 Kreisräte waren dafür, sechs dagegen. Spätestens 2023 soll es dann soweit sein.

Bad Saulgaus Bürgermeisterin gibt trotzdem nicht auf. Sie will zumindest ihr Krankenhaus samt Ausstattung als Stadt Bad Saulgau übernehmen. Mit der Klinik-Gesellschaft sollen entsprechende Verhandlungen aufgenommen werden. Ausgang ungewiss.

Die Geschäftsführung der SRH-Kliniken hat bereits im September angekündigt, die stationäre Versorgung im Kreis am Standort Sigmaringen zu bündeln. Die Pläne haben demnach betriebswirtschaftliche und personelle Gründe. „Kleinere Standorte stehen zusehends unter Druck. Es wird für sie immer schwerer, Fachpersonal zu bekommen“, sagte Geschäftsführer Jan-Ove Faust.

Sigmaringen ist rund 30 km von Bad Saulgau und Pfullendorf entfernt, an deren Krankenhäusern noch rund 300 Mitarbeitende beschäftigt sind.

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