Land kann Hochdorf keine feste Förderzusage geben

Starkregenschutz in Hochdorf

Seit Jahren wartet Hochdorf im Kreis Biberach auf Geld für größere Maßnahmen gegen Starkregen. Jetzt hat das Umweltministerium auf die Kritik aus der Gemeinde reagiert. Eine verbindliche Zusage gibt es weiterhin nicht, das Land verweist auf deutlich mehr Anträge als verfügbare Fördermittel.

Nach dem öffentlichen Hilferuf aus Hochdorf Mitte Juli hat sich sechs Wochen später das baden-württembergische Umweltministerium zur Förderung des Starkregenschutzes geäußert. Die zentrale Botschaft: Das Land investiert zwar viel Geld in den Hochwasserschutz, kann Hochdorf aber nicht garantieren, wann größere Schutzmaßnahmen gefördert werden.

Mehr Anträge als Geld vorhanden

Nach Angaben des Umweltministeriums stehen in Baden-Württemberg in diesem Jahr insgesamt 265 Millionen Euro für die kommunale Wasserwirtschaft zur Verfügung. Das Geld fließt unter anderem in Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung sowie Hochwasser- und Gewässerschutz.

Doch der Bedarf wächst. Das Ministerium verweist auf häufigere und stärkere Extremwetterereignisse durch den Klimawandel. Mittlerweile beantragen die Kommunen deshalb mehr Fördergeld, als das Land zur Verfügung stellen kann. Das Land müsse daher priorisieren. Vorrang hätten Projekte, mit denen besonders große Schäden durch Hochwasser verhindert werden können.

Starkregen-Konzepte haben höchste Priorität

Bei der Planung sieht das Land Starkregenschutz durchaus als wichtig an. Die Erstellung sogenannter Starkregenrisikomanagement-Konzepte ist laut Umweltministerium in die höchste Prioritätsklasse eingestuft.

Solche Konzepte sollen zeigen, welche Bereiche bei extremem Regen besonders gefährdet sind. Daraus können auch kleinere Maßnahmen entstehen, mit denen Gebäude geschützt oder Wassermassen dezentral zurückgehalten werden. Solche Schritte hat Hochdorf bereits umgesetzt. Das Problem beginnt bei den größeren Baumaßnahmen: Für deren Umsetzung kann das Ministerium keine feste Förderzusage für die kommenden Jahre geben.

Hochdorf muss weiter auf Entscheidung warten

Welche Projekte Geld bekommen, wird jedes Jahr neu entschieden. Entscheidend ist dabei auch, wie viele Anträge aus ganz Baden-Württemberg eingehen und wie hoch die insgesamt beantragte Fördersumme ist. Für Hochdorf bedeutet das: Trotz jahrelanger Planung gibt es weiterhin keine Sicherheit, wann die geplanten größeren Starkregenschutzmaßnahmen finanziell vom Land unterstützt werden.

Bürgermeister Stefan Jäckle hatte zuletzt öffentlich Druck gemacht. Die Gemeinde beschäftigt sich bereits seit 2015 intensiv mit dem Starkregenschutz. Nach schweren Starkregenereignissen 2016 und 2021 wurden die Planungen weiter vorangetrieben. Jäckle fordert vom Land unter anderem verlässlichere Fördermöglichkeiten und schnellere Verfahren. Auf seinen ersten Brief Mitte Juli hatte er lange keine Antwort bekommen, das Land begründete das später mit einem Rückläufer.

Das könnte Dich auch interessieren

28.08.2026 Gemeinde Hochdorf wartet jahrelang auf Starkregenschutz – Hagel antwortet nicht Vollgelaufene Keller, zerstörtes Eigentum und im schlimmsten Fall Menschenleben in Gefahr: Hochdorfs Bürgermeister Stefan Jäckle warnt eindringlich vor den Folgen eines weiteren schweren Starkregens. Seit 2015 arbeitet die Gemeinde im Kreis Biberach an Schutzmaßnahmen. Der entscheidende Durchbruch ist bis heute ausgeblieben. Jäckle will das nicht länger hinnehmen. Am 18. Juli schickte er einen offenen Brief 14.08.2026 Riedlingen: Panzergranate entdeckt und gesprengt Ein Gemeindemitarbeiter war am Dienstag gegen 10.15 Uhr bei Arbeiten im „Gewann Tautschbuch“ auf den Sprengkörper gestoßen. Die Granate lag vermutlich seit Jahrzehnten unter einem Waldweg. Granate konnte nicht entschärft werden Nach Angaben der Polizei handelte es sich um eine Panzergranate. Da die alte Munition noch einen funktionsfähigen Eindruck machte und nicht entschärft werden konnte, 04.08.2026 Wetterwarte Süd: Juli bringt Mittelmeerwetter nach Schwaben Der Juli war in Oberschwaben außergewöhnlich warm, sonnig und trocken. An der Wetterzentrale in Bad Schussenried lag die Durchschnittstemperatur bei 22 Grad. Im Juli 2025 waren es noch 18,6 Grad gewesen. Gleichzeitig fiel deutlich weniger Regen als im Vorjahr. Die Wetterwarte Süd registrierte im gesamten Monat lediglich 44,4 Liter pro Quadratmeter. Im Vorjahresmonat waren es 15.07.2026 Unwetter über Oberschwaben Ein Unwetter mit Starkregen, Sturmböen und Hagel ist am Morgen über Oberschwaben gezogen. Betroffen sei vor allem die Region um Biberach und Laupheim gewesen, sagte eine Polizeisprecherin. In Schemmerhofen (Kreis Biberach) waren die Straßen ganz weiß und komplett von Hagel bedeckt. Feuerwehrleute schaufelten die zentimeterhohe Hagelschicht von der Straße und räumten die Schächte frei. Landwirte