Gute Nachrichten für angehende Mediziner aus unserer Region! Bei der Landarztquote 2026 haben sich gleich drei Bewerber aus Ulm einen Studienplatz gesichert. Auch zwei Personen aus Inzigkofen im Landkreis Sigmaringen waren erfolgreich. Dazu kommen jeweils ein Bewerber aus Bad Saulgau und Bad Waldsee.
Weitere erfolgreiche Bewerber stammen aus Geislingen, Gingen, Wiesensteig, Leinzell und Owingen. Das geht aus der jetzt veröffentlichten Liste des Regierungspräsidiums Stuttgart hervor.
Die Konkurrenz war groß: Insgesamt 290 Menschen hatten sich in Baden-Württemberg um einen der 75 Medizinstudienplätze beworben. Alle Plätze konnten vergeben werden. Besonders auffällig: 58 der erfolgreichen Bewerber sind Frauen, nur 17 Männer. Mit 77 Prozent ist der Frauenanteil damit so hoch wie noch nie.
Die Landarztquote soll langfristig dem Ärztemangel auf dem Land entgegenwirken. Seit ihrer Einführung im Jahr 2021 wurden insgesamt 450 Studienplätze vergeben.
Der begehrte Studienplatz hat allerdings seinen Preis: Wer über die Landarztquote Medizin studiert, verpflichtet sich, nach dem Studium und der Facharztweiterbildung mindestens zehn Jahre in einem unterversorgten oder von Ärztemangel bedrohten Gebiet in Baden-Württemberg zu arbeiten.
Wer diese Verpflichtung bricht, muss mit einer Vertragsstrafe von bis zu 250.000 Euro rechnen. Ob die erfolgreichen Bewerber aus unserer Region später tatsächlich in Ulm, Oberschwaben oder anderswo in Baden-Württemberg arbeiten werden, steht noch nicht fest.
Auch im kommenden Jahr werden wieder 75 Studienplätze über die Landarztquote vergeben. Interessierte können sich ab dem 1. März 2027 online bewerben.