Landes-CDU will Hagel heute zum Spitzenkandidaten küren

Landtagswahl 2026

CDU-Landeschef Manuel Hagel soll heute in Stuttgart offiziell zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2026 gekürt werden. Die Wahl des 37-jährigen Ehingers gilt als Formsache. Die nächste Landtagswahl ist im kommenden März.

Der baden-württembergische CDU-Landeschef Manuel Hagel will am heutigen Samstag, 17. Mai ab 9.30 Uhr offiziell zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2026 gewählt werden. Die Kür Ehingers auf dem Parteitag in Stuttgart gilt als Formsache. Mit ihm will die CDU die Nachfolge von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) antreten – und schickt Hagel damit in ein mögliches Duell mit Grünen-Ikone Cem Özdemir.

Kretschmann tritt im März 2026 nicht mehr an. Die CDU sieht jetzt ihre Chance, nach 15 Jahren grün-geführter Regierung wieder an die Macht zu kommen. In aktuellen Umfragen liegt sie mit 30 Prozent klar vor den Grünen mit 20 Prozent.

Die Landes-SPD will erneut ihren Partei- und Fraktionschef Andreas Stoch als Spitzenkandidaten in den Landtagswahlkampf schicken. Der SPD-Landesvorstand will Stoch Anfang Juli in Fellbach als Spitzenkandidaten vorschlagen. Trotz aktueller Umfragewerte von nur 11 Prozent will er die SPD zurück in die Regierungsverantwortung führen.

Die AfD Baden-Württemberg schickt Markus Frohnmaier als Spitzenkandidaten in die Landtagswahl 2026. Die offizielle Bestätigung seiner Kandidatur soll Ende Mai auf einem Landesparteitag erfolgen. Ein genaues Datum oder der Veranstaltungsort wurden bisher nicht öffentlich bekannt gegeben. In aktuellen Umfragen liegt die Landes-AfD bei etwa 20 Prozent.

Ehrgeizig, verbindlich und machtbewusst

Manuel Hagel führt einen geschlossenen Landesverband an, der sich selbstbewusst und kampfeslustig zeigt. Auch CDU-Bundeschef und Bundeskanzler Friedrich Merz wird heute erwartet – es ist sein erster Besuch als Kanzler bei einem Parteitag. Die Wahl 2026 gilt als erster Stimmungstest für seine Bundesregierung.

Manuel Hagel ist 37 Jahre alt, stammt aus Ehingen und hat eine steile Karriere hinter sich: Er war Sparkassendirektor, Kreis- und Stadtrat, Landesgeneralsekretär, Landtagsabgeordneter, Fraktionschef und ist seit 2023 CDU-Landesvorsitzender. Zudem engagiert er sich ehrenamtlich, etwa als Kreisjägermeister und Mitglied der Narrenzunft.

Hagel ist verheiratet, Vater von drei Kindern und gilt in der Partei als ehrgeizig, verbindlich und machtbewusst. Seine politische Laufbahn ist geprägt von schnellem Aufstieg und dem Ruf, Gräben innerhalb der CDU überwinden zu können.

Das könnte Dich auch interessieren

30.03.2025 Ehingen: Manuel Hagel will neuer Ministerpräsident werden Der baden-württembergische CDU-Chef Manuel Hagel will Ministerpräsident im Südwesten werden. Er wolle bei der Landtagswahl 2026 als Spitzenkandidat antreten, gab der 36-Jährige bei einer CDU-Veranstaltung in Blienshofen bei Ehingen bekannt. «Ich bewerbe mich als Ministerpräsident für das schönste Land der Welt, weil ich gemeinsam mit den Menschen unsere Heimat wieder nach vorne bringen möchte», sagte Hagel, 24.02.2026 CDU-Kandidat Hagel wegen Spruch über Ehinger Schülerin in der Kritik Wenige Tage vor der Landtagswahl steht der CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel wegen eines alten Videos in der Kritik. Die Grünen-Politikerin und Bundestagsabgeordnete Zoe Mayer aus Karlsruhe postete auf X ein Video, in dem der Ausschnitt eines Interviews mit Hagels zu sehen ist. Das Gespräch war bereits im Frühjahr 2018 auf Youtube veröffentlicht worden. Zunächst hatten mehrere 02.03.2026 Wer wird neuer Ministerpräsident und wer schaffts in den Landtag? Alles zur Landtagswahl 2026! Am 8. März 2026 wird in Baden‑Württemberg ein neuer Landtag gewählt. Laut aktuellen Umfragen liegen CDU, Grüne und AfD vorne. SPD, FDP und Linke werden voraussichtlich über die 5%‑Hürde kommen. Wir zeigen, welche Kandidierenden in den Wahlkreisen unseres Sendegebiets besonders relevant sind. 19.02.2026 Wahlkampf am Stammtisch: Özdemir und Hagel im Schlagabtausch Der politische Aschermittwoch bietet seit Jahrzehnten traditionell die Bühne, um auf den politischen Gegner draufzuhauen. In der Hochphase eines Landtagswahlkampfs gehören gegenseitige Attacken ebenfalls dazu. Und wenn beides zusammenfällt? Keine 20 Tage vor der Landtagswahl galt das Augenmerk diesmal den Spitzenkandidaten von Grünen und CDU – denn nur sie haben reale Chancen auf den Job