Landkreis Biberach baut Flüchtlingsunterkünfte ab – Oblatenkloster bleibt und wird saniert

Weniger Geflüchtete, weniger Unterkünfte

Der Landkreis Biberach braucht weniger Plätze für Geflüchtete und fährt seine Unterkünfte deshalb zurück. Am ehemaligen Oblatenkloster auf dem Mittelberg hält der Kreis aber fest – und investiert dort knapp drei Millionen Euro.

Im Landkreis Biberach werden Flüchtlingsunterkünfte abgebaut. Der Grund: Die Zahl der neu zugewiesenen Geflüchteten ist deutlich gesunken.

Deshalb werden einzelne Standorte geschlossen, an Gemeinden abgegeben oder vorübergehend nicht mehr genutzt. Noch im August 2025 hatte der Landkreis rund 2.150 Plätze zur Verfügung.

Oblatenkloster soll dauerhaft bleiben

Eine Unterkunft ist davon nicht betroffen: das ehemalige Oblatenkloster in der Klockhstraße auf dem Biberacher Mittelberg. Der Landkreis hat das Gebäude 2015 gekauft und nutzt es seitdem als Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete. Rund 65 bis 70 Menschen können dort untergebracht werden.

Das Haus stammt aus dem Jahr 1968 – und das merkt man inzwischen vor allem an der Technik. Elektro- und Sanitäranlagen sind größtenteils noch im ursprünglichen Zustand und müssen erneuert werden.

Knapp drei Millionen Euro für die Sanierung

Der Landkreis rechnet mit Kosten von rund 2,95 Millionen Euro. Neben neuen Elektro- und Sanitäranlagen stehen unter anderem Arbeiten an Böden, Wänden und Fliesen an. Dabei wird zunächst nur das gemacht, was dringend nötig ist. Fenster und Dach müssten ebenfalls saniert werden, werden aus Kostengründen aber vorerst zurückgestellt.

Die Arbeiten sollen 2027 abgeschlossen werden. Das ehemalige Oblatenkloster soll danach langfristig als Unterkunft für Geflüchtete genutzt werden.

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