Landrats-Stichwahl muss im Landkreis Neu-Ulm entscheiden

Stichwahl

Die Neu-Ulmer Landratswahl ist noch nicht entschieden. Keiner der fünf Kandidaten hat die erforderliche Mehrheit geholt. In zwei Wochen geht’s also in die Stichwahl. Eva Treu von der CSU hatte am Abend mit 41 Prozent die meisten Stimmen geholt.

Im ersten Wahlgang der Landratswahl in Neu-Ulm hat sich kein Bewerber durchsetzen können. Die CSU-Kandidatin Eva Treu lag am Sonntagabend zwar mit 41,1 Prozent der Stimmen weit in Front, verfehlte aber die absolute Mehrheit. Bei der Stichwahl in zwei Wochen wird sie gegen den Freie-Wähler-Kandidaten Joachim Eisenkolb antreten, der im Feld der fünf Bewerber mit 17,9 Prozent auf den zweiten Platz kam. Die Wahlbeteiligung lag nur bei 37 Prozent, wie das Landratsamt berichtete. Es gab rund 136 200 Wahlberechtigte.

Die vorgezogene Neuwahl war nötig geworden, weil der bisherige Landrat Thorsten Freudenberger (CSU) im Oktober in den bayerischen Landtag gewählt worden war. Der Landkreis Neu-Ulm hat etwa 181 000 Bürgerinnen und Bürger und zählt damit bezogen auf die Einwohnerzahl zu den größeren Kreisen im Freistaat.

Die 30-jährige Eva Treu ist seit 2020 in Neu-Ulm kommunalpolitisch aktiv, seitdem sitzt sie im Kreisrat und auch im Stadtrat. Eisenkolb ist Erster Bürgermeister in der Landkreisgemeinde Elchingen. In der ersten Runde der Landratswahl kam der SPD-Mann Daniel Fürst mit 16,5 Prozent auf den dritten Rang, dahinter landeten AfD-Bewerber Wolfgang Dröse (13,2 Prozent) und der Grüne Ludwig Ott (11,2 Prozent).

Freudenberger hatte die Kreisbehörde fast ein Jahrzehnt geleitet, ehe er nach München in den Landtag wechselte. Eine besondere Herausforderung hatte er in den Jahren 2017 bis 2019 zu bestehen. Damals wollte die Stadt Neu-Ulm als erste bayerische Kommune seit der Gebietsreform Anfang der 1970er Jahre aus dem eigenen Landkreis austreten und kreisfrei werden.

Der «Nuxit», wie das Projekt in Anlehnung an den Brexit und das Neu-Ulmer Autokennzeichen «NU» genannt wurde, scheiterte schließlich. Die Staatsregierung in München entließ die Kreisstadt nicht aus ihrem Landkreis. Freudenberger hatte das Projekt lange bekämpft.

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