Laupheim macht den öffentlichen Nahverkehr barrierefreier. Mit dem Abschluss des ersten Bauabschnitts hat die Stadt jetzt 14 Bushaltestellen modernisiert. Ziel ist es, Menschen mit Gehbehinderungen, Familien mit Kinderwagen sowie Radfahrern den Alltag zu erleichtern.
Die Haltestellen wurden mit erhöhten Bordsteinen, taktilen Leitsystemen für Sehbehinderte und mehr Platz für Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen ausgestattet. Außerdem sorgen die Stadtwerke Laupheim für neue Wartehäuschen, Beschilderungen und elektronische Fahrplanauskünfte.
Wie gut die neuen Haltestellen funktionieren, wurde jetzt bei einem Praxistest überprüft. Gemeinsam mit den Rollifanten, der Rollstuhl-Sportgruppe des TSV Laupheim und dem Sozialverband VdK testete die Stadt den Ein- und Ausstieg in die Busse sowie die Barrierefreiheit im Alltag. Auch Oberbürgermeister Ingo Bergmann war dabei, der frischgebackene Vater absolvierte den Test mit einem Kinderwagen. Das Fazit fiel laut Stadt positiv aus: Sowohl die modernisierten Haltestellen als auch die Niederflurbusse hätten den Test bestanden.
Der Ausbau soll weitergehen. Bereits Anfang 2025 wurden die Planungen für sieben weitere Haltestellen gestartet. Betroffen sind unter anderem die Ortsteile Bihlafingen, Baustetten, Ober- und Untersulmetingen sowie die Ferdinand-Raff-Straße in der Kernstadt. Die Haltestelle an der Schule in Bihlafingen wird bereits umgebaut. Weitere Maßnahmen sollen schrittweise bis Ende 2029 umgesetzt werden.
Finanziert wird das Projekt zur Hälfte von der Stadt Laupheim und zur Hälfte durch Fördermittel des Landes Baden-Württemberg. Oberbürgermeister Bergmann betont: „Barrierefreie Mobilität ist keine Kür, sondern eine Pflicht.“