Die Hauptstädt Ägyptens ist eine der größten Megastädte der Welt und zählt über 25 Millionen Einwohner. Menschen, die viel Müll machen. So viel Müll, dass es ganze Müllstädte gibt. Und in diesen Müllbergen leben die sogenannten Zabbalin. Sie halten die Metropole am Leben, die sonst in ihrem eigenen Abfall ertrinken würde. Sie sammeln und sortieren den Müll und das Wiederverwertbare verkaufen sie, um zu überleben. Dementsprechend groß sind die Probleme, mit denen diese Menschen zu kämpfen haben. Schmutz, Gestank und Krankheiten gehören zum Alltag.
Der Ostallgäuer Verein „Müllstadtkinder Kairo e.V.“ hat sich zur Aufgabe gemacht, diesen Familien und ihren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen. Der Verein hat insgesamt vier große Bereiche, in denen er sich engagiert.
Community Center
Die Villa im Stadtteil Wadi Hoff umfasst 600 qm² und hat insgesamt 12 große Räume, verschiedene Badezimmer und Toiletten, sowie zwei Küchen und eine wunderschöne Dachterasse. Darin ist ein Kindergarten mit drei Gruppen und 50 Kindern untergebracht.
Patenschaften
Außerdem gibt es ein großes Patenschaftsprojekt mit Deutschland. Viele Kinder sind in privaten Patenschaften und werden hier persönlich von den deutschen Paten für die schulische und sonstige Ausbildung versorgt.
Arbeit mit Straßenkindern Kairos
Jeden Montagabend treffen sich heimatlose Straßenkinder auf einem angemieteten Sportplatz. Hier bekommen sie Essen, können miteinander spielen und es ist ein Ort, der Raum für wichtige Gespräche bietet.
Individuelle Unterstützung
Der Verein unterstützt individuell Familien, die besonders in Not geraten sind oder sich bemühen, wieder berufliche Eigenständigkeit zu erlangen. Durch Mitfinanzierung soll der Weg zur Selbstständigkeit eröffnet und den Menschen Hoffnung geschenkt werden.