Das Kraftwerk soll direkt neben dem bestehenden Gaskraftwerk auf dem Areal Pro entstehen. Das hat die Bundesnetzagentur bekannt gegeben. Leipheim ist damit der einzige Standort in Bayern, der bei dieser Ausschreibungsrunde zum Zug gekommen ist. Bundesweit wurden elf Kraftwerksprojekte berücksichtigt.
Das neue Gaskraftwerk soll spätestens Ende 2031 in Betrieb gehen. Es soll vor allem dann Strom liefern, wenn Windräder und Solaranlagen nicht genügend Energie erzeugen. Außerdem wird die Anlage so geplant, dass sie später auch mit Wasserstoff betrieben werden kann.
Bereits seit 2023 betreibt die LEAG in Leipheim ein Gasturbinenkraftwerk mit 300 Megawatt Leistung. Dieses wird bei Bedarf zur Stabilisierung des Stromnetzes eingesetzt. Die neue Anlage soll zusätzlich entstehen.
Die Günzburger CSU-Landtagsabgeordnete Jenny Schack begrüßt die Entscheidung. „Das ist eine sehr gute Nachricht für Leipheim und unseren gesamten Landkreis Günzburg“, erklärt sie.
Auch im benachbarten Gundremmingen wird kräftig in die Energieversorgung investiert. Dort baut RWE einen der größten Batteriespeicher Deutschlands. Die Anlage soll 400 Megawatt Leistung haben und Strom mit einer Kapazität von 700 Megawattstunden speichern können. Der Betrieb soll nach bisherigen Plänen Anfang 2027 starten.
Mit dem Zuschlag kann die LEAG die Planungen für das neue Kraftwerk weiter vorantreiben. Wann genau die Bauarbeiten beginnen, steht noch nicht fest.
Für die Bereitstellung der neuen Kraftwerkskapazitäten erhalten die Betreiber über 15 Jahre eine Vergütung. Die Kosten sollen letztlich über eine Umlage von den Stromkunden getragen werden.