Studieren in der Region, ohne dafür in eine Großstadt ziehen zu müssen: Genau das will Leipheim ermöglichen. Die Stadt im Landkreis Günzburg darf sich ab sofort offiziell Hochschulstadt nennen. Grundlage dafür ist die enge Zusammenarbeit mit der Hochschule Neu-Ulm, die in Leipheim seit Jahren ein Technologie-Transfer-Zentrum betreibt.
Der neue Titel ist kein Schnellschuss. Rund 20 Jahre Vorarbeit stecken dahinter. Entscheidend für die Anerkennung als Hochschulstadt waren laut Präsidentin der HNU Prof. Dr. Uta Feser vor allem drei Punkte: Zusammenarbeit, Forschung sowie Wissenstransfer zwischen Hochschule und Wirtschaft.
Für die Region ist das ein wichtiger Schritt, gerade mit Blick auf den zunehmenden Fachkräftemangel. Ziel sei es, junge Menschen direkt hier auszubilden und sie auch langfristig in Schwaben zu halten. Wer zum Studium in große Städte abwandert, bleibt oft dort, so Leipheims Bürgermeister Christian Konrad.
Er sieht in dem neuen Status eine Investition in die Zukunft der Stadt. Der Hochschulstandort soll weiter wachsen. Auf dem AREALpro plant Leipheim zusätzliche Flächen, unter anderem ein Neubau für das TTZ.
Hochschulstadt Leipheim – das mag auf den ersten Blick überraschen. Tatsächlich ist es das Ergebnis jahrelanger Zusammenarbeit und ein klarer Schritt nach vorn: für den Bildungsstandort, für die Wirtschaft und für die Zukunft der Region.