Unter dem Motto „Mitternachtsbibliothek“ können Besucherinnen und Besucher die Räume ganz ohne Konsumzwang nutzen – zum Lesen, Arbeiten oder entspannten Verweilen. Bibliotheksdirektor Martin Szlatki betont den offenen Charakter des Hauses: Die Bibliothek verstehe sich als „Wohnzimmer der Stadt“ und wolle Bildung sowie gesellschaftliche Teilhabe für alle zugänglich machen.
Gerade die Abend- und Nachtstunden versprechen eine besondere Atmosphäre. Wenn die Stadt zur Ruhe kommt, entsteht ein idealer Rahmen, um in Büchern zu stöbern, Projekte voranzubringen oder sich mit anderen auszutauschen. Neben rund 188.000 Medien in der Zentralbibliothek können auch Angebote wie die „Bibliothek der Dinge“, der Makerspace oder das umfangreiche Zeitungs- und Zeitschriftenangebot entdeckt werden.
Allerdings gibt es Einschränkungen: Zwischen 19 und 24 Uhr steht kein Bibliothekspersonal zur Verfügung. Dienstleistungen wie Beratung, Neuanmeldungen oder Fernleihen entfallen in dieser Zeit. Die selbstständige Ausleihe und Rückgabe bleibt jedoch dank moderner RFID-Technologie möglich. Für die Sicherheit sorgt ein externer Dienst.
Mit der verlängerten Öffnung setzt die Stadtbibliothek ein Zeichen für die Bedeutung von Lesen, Bildung und offenen Begegnungsorten – und lädt dazu ein, die Glaspyramide einmal aus einer ganz neuen Perspektive zu erleben.