Linksextremisten-Blog listet Reutlinger Brand als Aktion auf

Nach Stromausfall in Reutlingen

Nach der mutmaßlichen Brandstiftung im Umspannwerk in Reutlingen prüfen Ermittler Verbindungen zu einem linksextremistischen Blog. Hinweise auf die Täter gibt es bislang nur wenige.

Die Attacke auf das Stromnetz in Reutlingen wird laut dem Landeskriminalamt (LKA) auf einem linksextremistischen Blog thematisiert und deswegen ein Zusammenhang geprüft. Die Ermittler wollten herausfinden, inwieweit der Blog mit dem Feuer in einem Umspannwerk in der Nacht zum Montag in Verbindung stehe, teilte ein LKA-Sprecher mit. Dies sei nur eine Spur, der man nachgehe.

Die Attacke und die Folgen des Brandanschlags seien im Blog unter der Rubrik «Aktionen/Sabotagen» mit diversen Berichten publiziert worden. Ein Bekennerschreiben findet sich dort laut LKA nicht. Zuerst hatte der «Reutlinger General-Anzeiger» berichtet.

Geheimdienst: Kampagne animiert zu Straftaten

Laut dem Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) handelt es sich bei dem Blog «Switch off» um eine Kampagne, die Antikapitalismus mit Klimapolitik verknüpft. «Die Kampagne hat zum einen das Ziel, zur Begehung von Straftaten zu animieren. Zum anderen bietet sie gewaltorientierten Linksextremisten die Möglichkeit, „Kämpfe in einen gemeinsamen Kontext zu setzen“ und diese so zu verbinden», schreibt das BfV auf seiner Internetpräsenz. Im Zusammenhang mit der Kennzeichnung «Switch off» werden laut BfV mehr als 100 Straftaten allein in Deutschland gebracht. Das LKA in Stuttgart konnte dazu zunächst keine Auskunft geben.

Bisher hat sich nach Auskunft des LKA-Sprechers nur eine geringe Anzahl an Menschen gemeldet, die Beobachtungen in der Tatnacht gemacht haben will. Alle Hinweise würden geprüft.

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