Der Vertrag des Motorölherstellers als Hauptsponsor endet demnach automatisch mit dem Abstieg des Vereins aus der 3. Liga. Für die Regionalliga besitzt die bisherige Sponsoringvereinbarung keine Gültigkeit.
LIQUI MOLY war in den vergangenen beiden Spielzeiten Hauptsponsor des SSV Ulm 1846 Fußball. Derzeit laufen nach Angaben beider Seiten Gespräche darüber, ob und in welcher Form die Zusammenarbeit künftig fortgesetzt werden kann. Im Raum steht eine weitere Kooperation in geringerem Umfang.
„Unseren Vertrag haben wir erfüllt, nämlich Hauptsponsor in der 2. Bundesliga und in der 3. Liga zu sein. Die Regionalliga ist nicht Vertragsbestandteil. Das haben wir von Beginn an klar kommuniziert“, erklärt Marco Esser, Marketingleiter bei LIQUI MOLY. Die sportliche Entwicklung habe man in den vergangenen Wochen und Monaten aufmerksam verfolgt und teile die Enttäuschung mit dem Verein.
Hintergrund der Entscheidung ist laut Mitteilung auch eine Neuausrichtung der Marke LIQUI MOLY. Das Unternehmen setze weltweit stärker auf Internationalisierung und Motorsport als Schwerpunkt seiner Sponsoringaktivitäten. Regionale Partnerschaften sollten aber weiterhin eine Rolle spielen.„Wir werden alles uns Mögliche für eine Fortführung der Kooperation unternehmen. Schließlich ist der SSV 1846 Ulm nicht irgendein Verein, sondern eines der ganz großen sportlichen Aushängeschilder der Stadt und der Region“, sagt Esser.
Auch der SSV Ulm 1846 Fußball verweist auf die wirtschaftlichen Folgen des sportlichen Abstiegs. „Dass der erneute sportliche Abstieg auch wirtschaftliche Veränderungen mit sich bringen wird, darüber waren wir uns im Klaren. Der SSV Ulm 1846 Fußball und LIQUI MOLY sind bereits seit Jahrzehnten Partner. Wir sind sehr froh, dass LIQUI MOLY bereit ist, über eine weitere Kooperation zu sprechen. Wie diese Zusammenarbeit aussehen wird, werden wir zeitnah erörtern. Bisher laufen die Gespräche auf einer vertrauensvollen Basis“, sagt Vorstand und Geschäftsführer Dominik Schwärzel.
Der Verein befindet sich nach eigenen Angaben bereits in konkreten Gesprächen mit einem neuen Hauptsponsor. Eine Einigung soll möglichst zeitnah erzielt werden.