Ludwigsburg: Giftattacke in Rettungswache?

Junge Sanitäterin vor Gericht

Eigentlich sollen sie Menschen helfen. Nun allerdings steht eine angehende Notfallsanitäterin vor Gericht. Sie soll versucht haben, ihre Kollegen zu ermorden.

Nach den mutmaßlichen Giftanschlägen auf Kollegen ihrer Rettungswache steht eine damals angehende Notfallsanitäterin vor Gericht. Der Prozess beginnt heute (10.00) am Landgericht Heilbronn. Die Staatsanwaltschaft wirft der im Jahr 2000 geborenen Frau versuchten Mord aus Heimtücke und niedrigen Beweggründen vor.

Die frühere Auszubildende soll die Getränke der Rettungskräfte während des Dienstes mit verschreibungspflichtigen Medikamenten versetzt haben. Drei Kollegen sollen dadurch im Zeitraum zwischen Oktober 2023 und April 2024 «erhebliche gesundheitliche Beschwerden» erlitten haben, in einem dieser Fälle war ein Sanitäter demnach akut in Lebensgefahr.

Insgesamt sind laut Landgericht fünf Taten angeklagt, die sich auf der kleinen Rettungswache im Landkreis Ludwigsburg ereignet haben sollen. Die Frau habe die Leben ihrer Kollegen bewusst gefährdet, wirft ihr die Staatsanwaltschaft vor. Sie habe aus eigensüchtigen Motiven gehandelt, weil sie sich über den Ausbildungsverlauf geärgert habe.

Mehr als 30 Zeugen

Die angeklagte Deutsche weist den Vorwurf zurück. Es sind bislang zehn weitere Verhandlungstage bis Ende Oktober geplant, mehr als 30 Zeugen sind geladen.

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