Maibäume - was ihr vielleicht noch nicht wusstet

Traditionen

Es gibt ja viele Traditionen, die nicht mehr wegzudenken sind … Schultüte am ersten Schultag, Feuerwerk an Silvester und … natürlich der Maibaum im Mai. Hier ein paar Fakten, die ihr vielleicht noch nicht kanntet.

Was ist ein Maibaum eigentlich?

Ein Maibaum ist eine junge Birke die meistens von jungen oder junggebliebenen Männern in der Nacht auf den ersten Mai geschmückt und vor, oder auf dem Dach des Hauses ihrer Partnerin oder einer Auserwählten aufgestellt wird.

Alle die sich gerade erschreckt haben können wir beruhigen: gemeint ist hier nicht das bayrische Ideal eines Maibaums. Die sieht man ja in jedem Dorf und die sind auch gut und gerne mal um die 30 Meter hoch. Dieser Maibaum ist eher klein und an ihm werden oft bunte Kreppbänder befestigt.

Gerade in größeren Städten ist es außerdem häufig, dass zusätzlich noch ein Herz mit den Initialen der Beschenkten daran befestigt wird. Zur Sicherheit, um eventuelle Missverständnisse zu vermeiden. In Gegenden in denen Junggesellenvereine, Maiclubs oder Maigesellschaften aktiv sind, bekommt man die hübschen Liebesbeweise natürlich häufiger zu Gesicht.

Regionale Unterschiede

Je nach Gegend, sehen die Maibäume unterschiedlich aus. Der größte Unterschied besteht wohl zwischen den kleinen Bäumen, die als Zeichen der Liebe häufig im Rheinland, Franken und Schwaben aufgestellt werden, oder der deutlich größeren Version, die meist in Form eines traditionell geschmückten Baumstamms feierlich auf Dorfplätzen aufgerichtet wird.

Dabei gilt: Je größer, desto besser!

Oftmals wird das Aufstellen des großen Maibaums mit einem Maifest verbunden. Je nach Dorf gibt es hier verschiedene Bräuche. Entweder es wird Musik gespielt, um den Maibaum getanzt, oder gegrillt.

Woher kommt der Brauch?

Wo diese Tradition ihre Ursprünge hat ist nicht eindeutig geklärt, einige Theorien haben wir allerdings gefunden.

Aufgestellt und fertig?

Nein, noch lange nicht!

Am 1. Juni müssen die Bäume dann wieder abgeholt werden, natürlich von demjenigen der ihn auch aufgestellt hat. Teilweise gibt es von den Eltern der Partnerin/der Auserwählten dann sogar noch eine Belohnung obendrauf, wie zum Beispiel einen Kasten Bier oder einen Kuchen. Mit etwas Glück gibt’s auch eine Einladung zum Essen oder einen Kuss von der Beschenkten (sollte sie nicht sowieso schon eure Freundin sein).

An alle die sich gerade also überlegen, vielleicht selbst einen Maibaum für ihre Geliebte aufzustellen: Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert. Die übrigen Bäume werden manchmal gleich als Brennholz dabehalten, können aber auch kostenlos bei einem Wertstoffhof abgegeben werden wo sie dann kompostiert werden.

Was muss ich beachten, wenn ich selbst einen Maibaum aufstellen möchte?

Alle die jetzt selbst Lust bekommen haben ihrer Freundin oder Verehrten einen Maibaum zu schenken sollten beachten:

Klar, es ist schon romantisch den Baum selbst zu schlagen, aber Achtung! Einfach in den Wald zu rennen und eine beliebige Birke zu fällen ist keine gute Idee, die Aktion ist nämlich illegal und die zuständigen Förster sind meist nicht sonderlich begeistert davon. In diesem Fall ist nämlich mit einem Bußgeld zu rechnen. Besser ist deswegen, bei einem spezialisierten Anbieter einen Baum zu holen, für die Faulen unter uns gibt es sogar bereits geschmückte Exemplare zu kaufen.

Achtung, Schaltjahr!

Seit ein paar Jahren hat sich ein neuer Brauch durchgesetzt. In Schaltjahren wie diesem sind jetzt vor allem die Mädchen an der Reihe ihrem Liebsten einen Maibaum zu stellen.

Was keinesfalls heißt, dass die Männer deshalb darauf verzichten müssen, es soll ja vor allem ein Zeichen der Gleichberechtigung gesetzt werden.

Schandbäume

Falls allerdings plötzlich ein ungewöhnlich aussehender Baum vor eurem Haus steht, müssen wir euch enttäuschen. Klopapier, Tampons und schwarzer Stoff anstelle der üblichen bunten Kreppbänder weisen auf einen Schandbaum hin, und sind nicht unbedingt als Zeichen von Zuneigung aufzufassen. So bedeutet zum Beispiel ein Büchsenbaum (geschmückt mit leeren Blechdosen), dass die Person nicht gerade beliebt ist.

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