Mammut und Höhlenlöwe in Blaubeuren zu bestaunen

Heimkehr zur Schwäbischen Alb

Sie zählen zu den bedeutendsten Kunstobjekten aus der Altsteinzeit vor 40.000
Jahren. Jetzt finden ein kleines Mammut und ein Höhlenlöwe aus Elfenbein eine neue Heimat – unweit des Orts, an dem sie gefunden wurden.

Ein Mammut und ein Höhlenlöwe kommen nach Hause. Was ein wenig nach dem Animationsfilm „Ice Age“ klingt, ist in Wirklichkeit die Ausstellung zweier eiszeitlicher Figuren im Rahmen einer Sonderpräsentation in Blaubeuren. Im Urgeschichtlichen Museum (URMU) bereichern die Beiden vom 16. Mai 2025 bis zum 1. März 2026 die Eiszeit-Dauerausstellung vor Ort.

Mammut und Löwe auf Reisen

Gefunden wurden die mehrere zehntausend Jahre alten Objekte 2006 in der Vogelherdhöhle im Lonetal. Bis 2022 waren sie im Archäopark Niederstotzingen zu sehen, nach dessen Schließung wanderten sie dann ins Landesmuseum Konstanz. Jetzt kehren die Figuren in die Nähe ihrer Heimat zurück. „Die Öffentlichkeit zeigt ein sehr großes Interesse an der Archäologie. Die Menschen möchten wissen, wo ihre Ursprünge liegen“, sagt Prof. Dr. Nicholas Conard, dessen Grabungsteam von der Universität Tübingen die Figuren entdeckt hat.

Regionales Kulturerbe

Die Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb sind seit 2017 Teil des UNESCO Welterbes. Bislang wurden dort über 50 Kunstobjekte gefunden, besonders das Mammut ist einzigartig. „Das Vogelherd-Mammut – die älteste vollständig erhaltene Skulptur der Welt – vervollständigt von nun an das Bild der ästhetisch und handwerklich hochentwickelten Menschen auf der Schwäbischen Alb vor 40.000 Jahren, das wir hier im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren anschaulich machen“, ergänzt Conard.

Mit den beiden Neuzugängen soll das kulturelle Erbe der Region im URMU Blaubeuren noch präsenter werden. Auch Landrat Heiner Scheffold freut sich über die Heimkehr: „Ich finde das klasse, dass sich das Land dazu bekennt, diese Fundstücke dezentral zu präsentieren und den Bezug zu den Fundorten hält.“ Mit einer Sonderschau werden die Eiszeitfiguren im urmu auch entsprechend begrüßt.

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