Auf dem Karlsruher Marktplatz läuft seit Mitte Oktober ein ungewöhnliches Experiment. In einer rund 75 Quadratmeter großen Kuppel namens „Red Dust City“ leben und arbeiten jeweils drei Menschen unter Bedingungen, die an eine Marsstation erinnern sollen. Hinter der Aktion steckt das Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) in Karlsruhe. Bis zum 27. Oktober wollen die Teilnehmer herausfinden, wie das Leben auf einem fremden Planeten funktionieren könnte.
Der Alltag ist genau durchgeplant: Die Teilnehmer essen unter anderem Konserven und Tütennahrung, führen Experimente durch und müssen mit Wasser und anderen Ressourcen sparsam umgehen. Wenn sie die Kuppel für ihre täglichen Außenmissionen verlassen, tragen sie sogar Raumanzüge. Wer neugierig ist, kann das Experiment kostenlos vor Ort beobachten oder online verfolgen. Durch Fenster lässt sich ein Teil der Kuppel einsehen.
Bei dem Experiment geht es nicht darum, den Mars tatsächlich zu besiedeln. Die Teilnehmer wollen vielmehr herausfinden, wie Menschen auf engem Raum zusammenleben und mit begrenzten Ressourcen auskommen können. Die Erkenntnisse sollen dabei helfen, nachhaltiger mit unserer Erde umzugehen. Denn Wasser, Nahrung und andere Rohstoffe sind auch hier nicht unbegrenzt verfügbar.