Die Sommerferien haben Autofahrer in Baden-Württemberg einiges an Zeit gekostet. Nach Angaben des ADAC gab es zwischen Ende Juli und Mitte September insgesamt 6.529 Staus mit einer Gesamtlänge von 13.468 Kilometern. Zusammengerechnet standen Autofahrer 6.395 Stunden im stockenden oder stehenden Verkehr. Damit gab es deutlich mehr einzelne Staus als im vergangenen Jahr. 2025 hatte der ADAC 5.682 Staus gezählt. Die gesamte Staulänge lag damals mit 13.226 Kilometern allerdings nur knapp unter dem diesjährigen Wert.
Besonders heftig traf es unsere Region gleich zum Start der Sommerferien. Am Freitag, 31. Juli, zog sich der Verkehr auf der A7 zwischen Nersingen und Dinkelsbühl/Fichtenau über 25 Kilometer. Laut ADAC war das der längste Stau der gesamten Sommerferien in Baden-Württemberg. Der erste Ferienfreitag galt schon vorab als besonders kritisch: Mit dem Ferienbeginn in Baden-Württemberg und kurz darauf auch in Bayern erreichte der Reiseverkehr seinen Höhepunkt. Ein einzelner Unfall als Ursache für den 25-Kilometer-Stau wird in der ADAC-Bilanz nicht genannt. Auch die A8 rund um Ulm landete weit vorne. Am 28. August staute sich der Verkehr zwischen Ulm-West und Aichelberg auf 21 Kilometern. Damit war das der drittlängste Stau der baden-württembergischen Sommerferien. Auch hier nennt der ADAC keinen einzelnen Unfall als Auslöser.
Der Freitag war insgesamt der problematischste Reisetag. Über die gesamten Ferien gerechnet kamen freitags 3.283 Kilometer Stau zusammen. Laut ADAC treffen an diesem Tag Berufsverkehr, Wochenendausflügler und Urlaubsreisende besonders häufig aufeinander. Am stärksten belastet war landesweit die A5 mit insgesamt 4.084 Staukilometern. Dahinter folgte die A8 mit 3.614 Kilometern, vor der A6 mit 2.556 Kilometern. Wer flexibel reisen kann, sollte nach Einschätzung des ADAC vor allem Freitagnachmittage und die besonders stark belasteten Ferienwochenenden meiden.