Mehr Angriffe auf Polizisten in Schwaben: Tatverdächtige meistens Männer

588 Fälle im vergangenen Jahr

Die Gewalt gegen Polizisten hat in Schwaben Süd/West leicht zugenommen. Laut Polizei sind die Tatverdächtigen meistens Männer – und oft spielt Alkohol eine Rolle.

Im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West hat es 2025 mehr verbale und körperliche Gewalt gegen Polizisten gegeben. Insgesamt registrierte die Polizei 588 Fälle. Das sind 3,9 Prozent mehr als im Jahr davor. Auch die Zahl der verletzten Einsatzkräfte ist gestiegen. 256 Polizisten wurden im vergangenen Jahr verletzt, ein Polizist davon schwer. Das entspricht einem Plus von 17,5 Prozent im Vergleich zu 2024.

Oft Männer, oft Alkohol

Auffällig ist laut Polizei vor allem: In knapp 80 Prozent der Fälle waren die Tatverdächtigen männlich. Mehr als 90 Prozent waren Erwachsene. Fast zwei Drittel standen unter Alkohol oder anderen berauschenden Mitteln, meistens unter Alkoholeinfluss. Rund drei Viertel der Verdächtigen waren bereits polizeilich bekannt oder Wiederholungstäter.

Die häufigsten Vorfälle waren Beleidigungen, tätliche Angriffe und Widerstand gegen polizeiliche Maßnahmen. Häufig eskalieren Einsätze auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen – zum Beispiel bei Festnahmen, Gewahrsamsnahmen oder Identitätsfeststellungen.

Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner nennt die Entwicklung erschütternd. Angriffe auf Polizisten seien nicht hinnehmbar und träfen nicht nur die Einsatzkräfte selbst, sondern auch den Rechtsstaat.

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