Mehr Arbeitslose im August registriert

Die Zahl der Arbeitslosen in Schwaben ist im August leicht gestiegen, bundesweit ist sie entgegen dem saisonalen Trend zurückgegangen.

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Ulm waren im August 9 144 Menschen arbeitslos gemeldet, 373 oder 4,3 Prozent mehr als im Juli. Im Vergleich zum Vorjahr waren das 2 604 Personen oder 22,2 Prozent weniger. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 3,0 Prozent. Vor einem Jahr lag die Quote bei 3,8 Prozent.

„Dass im August die Arbeitslosigkeit zunimmt und die Quote steigt, ist saisonal üblich. Vor allem Schulabgänger und Ausbildungsabsolventen melden sich vorübergehend arbeitslos“, berichtet Christine Landskron-Rieger, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Ulm. So stieg die Zahl der arbeitslosen jungen Erwachsenen unter 25 Jahren zum Vormonat um 247 oder 25,3 Prozent an.

Insgesamt betrachtet sieht Landskron-Rieger die Entwicklung am Arbeitsmarkt positiv und ordnet die Zahlen ein: „Die Zunahme der Arbeitslosigkeit fiel vergleichsweise moderat aus. In einem August war die Zunahme zuletzt im Jahr 2007 geringer. Damals lag das Plus zum Vormonat bei 3,9 Prozent. Vor einem Jahr lag das Plus bei 8,4 Prozent.“

DER AGENTURBEZIRK IM LANDESVERGLEICH

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Ulm nahm die Arbeitslosigkeit um 4,3 Prozent zu. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 3,0 Prozent. Unter den Agenturbezirken in Baden-Württemberg ist das der niedrigste Wert. Im Vorjahr lag die Quote bei 3,8 Prozent.

Die durchschnittliche Arbeitslosenquote im Land stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 3,9 Prozent. Zum Vorjahr sind das 0,7 Prozentpunkte weniger. Die Arbeitslosigkeit im Land wuchs um 2,2 Prozent an.

ZU DEN KREISEN

Biberach. Im Landkreis Biberach ging die Arbeitslosenquote mit 2,6 Prozent um 0,2 Prozentpunkte nach oben. Im Land konnte einzig der Bodenseekreis mit 2,4 Prozent eine niedrigere Quote ausweisen. Vor einem Jahr lag die Quote im Landkreis Biberach bei 3,3 Prozent. Mit 3 117 Frauen und Männern waren 193 oder 6,6 Prozent mehr Menschen arbeitslos als vor vier Wochen. Die Agentur für Arbeit in Biberach betreute 1 749 Menschen (plus 98), das Jobcenter des Landkreises Biberach betreute 1 368 Frauen und Männer (plus 95).

Alb-Donau-Kreis. 3 146 Menschen waren arbeitslos und über die Agentur für Arbeit (1 967) oder das Jobcenter (1 179) auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Das sind 84 Menschen oder 2,7 Prozent mehr als im Juli. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 2,7 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 3,7 Prozent.

Ulm. Im Stadtgebiet Ulm waren 2 881 arbeitslose Menschen über die Arbeitsagentur (1 448) und das Jobcenter (1 433) auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Somit nahm die Arbeitslosigkeit zum Vormonat um 96 Personen oder um 3,4 Prozent zu. Die Arbeitslosenquote lag bei 4,0 Prozent, das sind 0,2 Prozentpunkte mehr als vor vier Wochen und 0,9 weniger als vor einem Jahr. Unter den neun Stadtkreisen ist das die niedrigste Quote im Land.

Günzburg. „Wie erwartet stieg die Arbeitslosigkeit im Landkreis Donau-Günzburg leicht an. Entgegen dem saisonüblichen Muster macht sich ein Anstieg der Arbeitslosigkeit dieses Jahr erst zeitverzögert im August bemerkbar. Die Gründe liegen in der pandemiebedingten Verschiebung von schulischen und beruflichen Abschlussprüfungen. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 2,1 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkte höher als im Juli. Derzeit sind 1.604 Menschen ohne Arbeit, 73 mehr als vor einem Monat. Im Vergleich zum Vorjahr sind deutlich weniger Arbeitslose gemeldet. So lag im August 2020 die Arbeitslosenquote noch bei 3,0 Prozent und 681 Personen mehr waren ohne Job. Verglichen mit den Jahren vor der Corona-Pandemie liegt die Arbeitslosigkeit aber noch immer weit höher“ berichtet Werner Möritz, Geschäftsführer operativ, zur aktuellen Situation auf dem Arbeitsmarkt.

Neu-Ulm. „Wie erwartet stieg die Arbeitslosigkeit im Landkreis Neu-Ulm leicht an. Die Arbeitslosenquote liegt unverändert bei 2,6 Prozent. Derzeit sind 2.732 Menschen ohne Arbeit, 21 mehr als vor einem Monat. Im Vergleich zum Vorjahr sind deutlich weniger Arbeitslose gemeldet. So lag im August 2020 die Arbeitslosenquote noch bei 3,8 Prozent und 1.187 Personen mehr waren ohne Job. Verglichen mit den Jahren vor der Corona-Pandemie liegt die Arbeitslosigkeit aber noch immer weit höher.“ berichtet Werner Möritz, Geschäftsführer operativ, zur aktuellen Situation auf dem Arbeitsmarkt.

DIE LAGE IN DEUTSCHLAND

Bundesweit waren 2,58 Millionen Menschen ohne Job, 12 000 weniger als im Juli und 377 000 weniger als im August 2020, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 5,6 Prozent.

«Der Arbeitsmarkt hat sich weiter erholt», sagte Detlef Scheele, der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur in Nürnberg. Die Arbeitslosigkeit sei weiter kräftig gesunken, obwohl noch Sommerpause sei. «Das Beschäftigungswachstum gewinnt an Schwung.»

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