Das Handwerk zwischen Ostalb und Bodensee verzeichnet zum Beginn des Ausbildungsjahres mehr neue Auszubildende. Nach Angaben der Handwerkskammer Ulm wurden bislang 2.971 neue Lehrverträge abgeschlossen, rund sechs Prozent mehr als im vergangenen Jahr.
Besonders stark fällt das Plus im Landkreis Biberach aus: Dort starten 404 Auszubildende ins Handwerk, 17 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Alb-Donau-Kreis sind es 373 neue Azubis, ein Plus von sechs Prozent. Im Stadtkreis Ulm beginnen 276 junge Menschen eine Ausbildung im Handwerk, zwei Prozent mehr als 2025. Dagegen sind die Zahlen im Landkreis Heidenheim mit 233 neuen Auszubildenden und im Bodenseekreis mit 362 jeweils um zwei Prozent gesunken.
Deutlich gestiegen sind die Ausbildungszahlen vor allem in einigen Bau- und Ausbauberufen. Die Zahl der neuen Stuckateur-Azubis liegt laut Handwerkskammer 92 Prozent über dem Vorjahreswert. Bei den Maurern gibt es ein Plus von 38 Prozent, bei den Zimmerern von 8,5 Prozent.
Auch andere Bereiche legen zu. Bei den Friseuren beginnen gut sechs Prozent mehr Auszubildende, bei den Fachverkäufern im Lebensmittelhandwerk sind es knapp 24 Prozent mehr.
Auch nach dem offiziellen Start des Ausbildungsjahres können Interessierte noch einsteigen. In den Handwerksbetrieben im Gebiet der Handwerkskammer Ulm sind derzeit fast 300 Ausbildungsplätze unbesetzt.
Die meisten freien Stellen gibt es im Landkreis Ravensburg mit 75, gefolgt vom Ostalbkreis mit 65 und dem Landkreis Biberach mit 56. Im Alb-Donau-Kreis sind noch 47 Stellen offen, in Ulm 22, im Bodenseekreis 20 und im Landkreis Heidenheim neun. Interessierte können sich über die Ausbildungsbörse der Handwerkskammer Ulm über freie Lehrstellen informieren.