Aus langweiligen Rasenflächen werden bunte Blumenwiesen voller Leben! Genau das soll künftig in noch mehr Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg passieren. Das Land und der Naturschutzbund NABU verlängern dafür das gemeinsame Projekt „Natur nah dran“. Im Jahr 2027 können zehn weitere Kommunen teilnehmen. Sie bekommen Unterstützung dabei, öffentliche Grünflächen so umzugestalten, dass dort mehr Wildbienen, Schmetterlinge, Vögel und andere Tiere leben können.
Ob Verkehrsinseln, Grünstreifen oder große Rasenflächen: Viele öffentliche Flächen bieten bislang nur wenig Lebensraum für Insekten und andere Tiere. Das Projekt „Natur nah dran“ soll das ändern. Statt regelmäßig gemähter Rasenflächen entstehen beispielsweise Blumenwiesen mit heimischen Wildpflanzen. Die haben gleich mehrere Vorteile, den sie bieten Nahrung und Lebensraum für Tiere und kommen teilweise auch besser mit Hitze und Trockenheit zurecht. Dadurch müssen sie unter Umständen seltener bewässert werden.
Das Projekt läuft bereits seit 2016 und hat nach Angaben des NABU einiges erreicht. Insgesamt wurden bisher 136 Kommunen in Baden-Württemberg unterstützt. Auf den geförderten Flächen sind fast 300.000 Quadratmeter naturnahe Grünflächen entstanden. Einige Städte und Gemeinden haben anschließend sogar auf eigene Initiative weitere Flächen umgestaltet. Neben finanzieller und fachlicher Unterstützung bietet das Projekt auch Schulungen für Mitarbeiter der kommunalen Bauhöfe und Gärtnereien an. Dabei lernen sie, wie solche Flächen angelegt und dauerhaft gepflegt werden.
Auch Kommunen aus unserer Region können sich für das Projekt bewerben. Insgesamt zehn weitere Städte und Gemeinden werden 2027 aufgenommen. Bewerbungsschluss ist der 15. Januar 2027. Laut NABU ist es vorerst die letzte Gelegenheit, sich für das Projekt anzumelden. Für interessierte Kommunen gibt es außerdem zwei Online-Sprechstunden, bei denen Fragen zur Bewerbung beantwortet werden. Die erste Online-Sprechstunde ist am 11. November 2026 von 14:00 bis 15:30 Uhr. Die zweite ist am 01. Dezember 2026 von 10:00 bis 11:30 Uhr. Das Projekt wird bis Ende 2028 verlängert.