Mehr Komfort, leicht teurere Tickets - Lage der Kinos ist stabil

Vorhang auf, Film ab!

Ein Filmabend zu Hause ist oft nur in der Vorstellung schön. In der Realität wird ewig diskutiert, bis sich alle auf einen Streifen geeinigt haben. Dann wird gestoppt. Toiletten- oder Trinkpause. Das passiert im Kino nicht, was Viele offenbar zu schätzen wissen.

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage und leicht gestiegener Ticketpreise sind die Menschen in Schwaben dem Kino treu geblieben. Die Lage sei stabil, sagte eine Sprecherin des FilmFernsehFonds Bayern der Deutschen Presse-Agentur in München. Bis zum Herbst hätten sich die Zahlen bei den Besucherinnen und Besuchern sowie die Ticketumsätze im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht.

Nach Zahlen der Filmförderungsanstalt (FFA) in Berlin wurden z.B. in Bayern im ersten Halbjahr 2023 mehr als 7,55 Millionen Tickets verkauft, 43 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Den Umsatz beziffert die FFA mit rund 75,5 Millionen Euro. Bei den Preisen liegt der Freistaat ungefähr im bundesweiten Mittel: 10 Euro mussten Besucherinnen und Besucher hier durchschnittlich pro Karte ausgeben, im Vorjahr waren es 9,27 Euro.

Mehr Komfort, leicht teurere Tickets – Lage der Kinos ist stabil

Die Zahl der Kinos ist kaum verändert. Der FFA zufolge gab es Ende Juni 2023 im Freistaat 288 Kinos und damit fünf mehr als 2019, vor Beginn der Corona-Pandemie. Erhöht hat sich demgegenüber auch die Zahl der Leinwände – von 863 auf nunmehr 872.

Die bayerischen Kinos hätten in den vergangenen zwei Jahren intensiv investiert, um ihre Häuser zu verbessern und zu modernisieren, sagte die FFF-Sprecherin. Komfortable Säle, schöne Foyers, moderne Technik und digitale Kundenansprache machten das Kino attraktiver. Auch der FFF unterstützte die Filmtheater, mit Fördermitteln von mehr als zwei Millionen Euro. Das sei die höchste Fördersumme seit zehn Jahren, so die Sprecherin des Gremiums, dem neben dem Freistaat und öffentlich-rechtlichen Sendern auch Medienunternehmen wie RTL Television und Sky Deutschland angehören.

Hoffnungen setzen die Kinos in publikumsträchtige Streifen, die 2024 starten sollen wie «Godzilla x Kong: The New Empire», «Deadpool 3» oder «Ich – Einfach unverbesserlich 4». Auch das Drama «Eine Million Minuten» mit Karoline Herfurth und Tom Schilling oder Familienfilme wie «Die Schule der magischen Tiere 3» könnten viele Leute anlocken.

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