Mehr Platz für Ulms Warenkörbe

Logistik Zentrale wächst weiter

Die Deutsche Bahn hat am Mittwoch in Ulm-Dornstadt eine neue Depotfläche eröffnet. Damit erweitert sie ihren Standort im Industriegebiet Ulmer Norden.

Die zusätzliche Fläche umfasst rund 38.000 Quadratmeter. Sie soll zusätzliche Kapazitäten für den Kombinierten Verkehr in der Region schaffen. An der Eröffnung nahmen Ralf-Günter Kloß vom Vorstand der DB Cargo AG und Ulms Oberbürgermeister Martin Ansbacher teil. Die Erweiterung soll die Lieferketten für die regionale Wirtschaft robuster machen.

Depot wächst und wächst

Die neue Fläche stärkt den Gütertransport mit Bahn und Lkw. „Mit der neuen Depotfläche in Ulm-Dornstadt schaffen wir heute Platz für die Mengen von morgen“, sagte Ralf-Günter Kloß. Er ist Vorstand für den Kombinierten Verkehr der DB Cargo AG. Die Logistik werde für Kunden dadurch besser planbar. Oberbürgermeister Martin Ansbacher nannte die Container „die Warenkörbe unserer starken regionalen Wirtschaft“. Die Erweiterung sei ein gutes Zeichen für den klimafreundlichen Güterverkehr.

Die Deutsche Bahn hat die neue Fläche in nur neun Monaten fertiggestellt. Das gesamte Areal von DB Intermodal Services wächst damit auf 85.000 Quadratmeter. Geschäftsführer Michael Heinemann blickte auf die Anfänge zurück. „Begonnen haben wir vor gut 20 Jahren mal mit einer Fläche von 14.000 Quadratmetern“, erklärte er. Seit dem Umzug des Terminals von Neu-Ulm in den Ulmer Norden sei das Unternehmen stetig gewachsen. Das Depot lagert und repariert beladene sowie leere Container. Außerdem werden die Container an die Endkunden ausgeliefert.

Logistik als Spiegel der Wirtschaft

Die Logistikbranche blickt jedoch mit Sorge auf die Gesamtlage. Harry Seifert ist Beiratsvorsitzender der Seifert Logistics Group. Er warnt vor einer Deindustrialisierung in Deutschland. „Es läuft, es tröpfelt, aber es ist schwer, schwierig“, so Seifert. Die Logistik beschreibt er als „Blutkreislauf vom Körper“. Sie gleiche vieles aus. Dennoch seien nicht alle glücklich, da die Wirtschaft nicht rund laufe. Der Raum Ulm stehe dank vieler „Hidden Champions“ noch deutlich besser da.

Auch der Bahnbetrieb selbst steht vor Herausforderungen. Hohe Temperaturen und viele Baustellen belasten das Schienennetz. „Es ist tatsächlich so, dass es momentan eine gesamthaft schwierige Situation ist“, bestätigte DB-Vorstand Ralf Kloss. Alle Mitarbeiter würden aber das Beste aus der Situation machen. Die Erweiterung des Depots sei trotz der Probleme ein klares Wachstumssignal. Sie zeige, dass zusätzliche Mengen im kombinierten Verkehr erwartet werden.

Die hohe Nachfrage nach Gewerbeflächen in Ulm hält an. Tanja Oehlmaier leitet die Wirtschaftsförderung der Stadt. „Die Nachfrage ist tatsächlich unverändert hoch in Ulm“, sagte sie. Man könne mehr Flächen verkaufen, als verfügbar sind. Die Stadt achte bei der Vergabe auf eine flächenschonende Bauweise. Unternehmen sollen effektiv bauen und beispielsweise in die Höhe stapeln. Gesetzlich vorgeschriebene Ausgleichsflächen würden in jedem Bebauungsplan berücksichtigt, um die Versiegelung zu kompensieren.

Das könnte Dich auch interessieren

02.02.2026 A8 Dornstadt: Unfall blockiert Autobahn stundenlang Der Unfall ereignete sich um 06:19 Uhr. Auf der A8 in Richtung Stuttgart verlor nach den ersten Erkenntnissen der Polizei der Fahrer eines Audi die Kontrolle. Aus noch ungeklärter Ursache prallte der Wagen nahe der Ausfahrt Ulm-West gegen die Leitplanke. Er schleuderte über die Fahrbahn und blieb nach rund 300 Metern auf dem Dach liegen. 25.11.2025 Über 128 Millionen Euro aus Bundes-Sondervermögen für die Region Ulm Ziel ist es, Infrastrukturprojekte in der gesamten Region zu stärken und Investitionen langfristig abzusichern. Verteilung der Gelder in die Kommunen Für die Stadt Ulm stehen damit über 28 Millionen Euro für Aufgaben als Stadtkreis sowie weitere 65,7 Millionen Euro für kommunale Aufgaben zur Verfügung. Auch die umliegenden Gemeinden profitieren von den Mitteln: Balzheim: 1.520.064,28 Euro 02.09.2025 Wohnungspreise ziehen wieder an Die Wohnungspreise für Käufer ziehen wieder an – weil es deutlich mehr Interessenten gibt. In 122 von 140 Städten und Landkreisen in Bayern und Baden-Württemberg haben Bestandswohnungen im Vergleich zum Vorjahr im Schnitt zugelegt. In der Spitze sogar um plus 11,7 Prozent. Das berichtet die BILD-Zeitung. Ulm führt BW-Ranking an Aber wie sieht es hier 01.09.2025 Ulm: Handwerkskammer verzeichnet neuen Höchststand bei Auszubildenden Zum Start des neuen Ausbildungsjahres erreichen die neu abgeschlossenen Lehrverträge im Ulmer Kammergebiet einen 20-Jahres-Höchststand: 2.811 Jugendliche beginnen zwischen Ostalb und Bodensee eine handwerkliche Ausbildung – vier Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders gefragt sind Kfz- und Lebensmittelberufe: Kfz-Mechatroniker (+18 %), Bäcker, Konditoren und Fleischer (+25 %), Fachverkäufer im Lebensmittelbereich (+30 %). Auch Zimmerer profitieren vom Anstieg (+11 %).