Mehr Sicherheit bei Nacht: Stadt und Gastro starten die „Ulmer Nachtwache“

Keine Angst nach der Party

Ulm will seine Innenstadt auch in den späten Abend- und Nachtstunden sicherer machen. Noch diesen Herbst soll das neue Projekt „Ulmer Nachtwache“ starten.

Mehr Sicherheit für alle, die nachts in der Ulmer Innenstadt unterwegs sind: Mit dem neuen Projekt „Ulmer Nachtwache“ will die Stadt gemeinsam mit Clubbetreibern und Gastronomen für ein besseres Sicherheitsgefühl sorgen. Schon im Herbst sollen an Wochenendabenden geschulte Patrouillen durch die zentralen Innenstadtbereiche ziehen.

Sicherheitsgefühl für Bürger und Gäste verbessern

Das Konzept kommt von den Ulmer Stadträten und Clubbetreibern Mario Schneider, Samuel Rettig und Patrick Grünbacher. Ziel sei es, das Sicherheitsgefühl für Bürger und Gäste deutlich zu verbessern – gerade in Zeiten, in denen sich viele Menschen abends in der Stadt zunehmend unwohl fühlen.

Die „Ulmer Nachtwache“ soll aus 6 bis 10-köpfigen Teams bestehen. Ausgerüstet mit Funkgeräten, auffälliger Kleidung und – sofern rechtlich möglich – Bodycams, werden sie an Freitagen und Samstagen zwischen 21:30 Uhr und 4:30 Uhr in den belebten Bereichen wie Ehinger Tor, Neue Mitte, Hirschstraße, Bahnhof und Fischerviertel unterwegs sein.

Im Ernstfall können sie Erste Hilfe leisten oder Polizei und Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) alarmieren. Das Projekt wird eng mit Polizei und KOD abgestimmt. Organisiert werden die Einsätze von Stadt, Clubs und Gastronomie, Schirmherr ist Ulms Oberbürgermeister Martin Ansbacher.

Image der Ulmer Innenstadt stärken

Die „Ulmer Nachtwache“ kostet rund 216.000 Euro pro Jahr. Während die Stadt die Personalkosten übernimmt, steuern die beteiligten Clubs und Kneipen rund 20.750 Euro bei. Neben der sichtbaren Präsenz sollen auch Werbemaßnahmen und regelmäßige Schulungen für die Teams stattfinden.

„Gerade für junge Menschen wäre dieses Projekt ein echter Gewinn. Aber profitieren würden alle, die in Ulm nachts unterwegs sind – sei es auf dem Heimweg, beim Ausgehen oder beim Besuch von Veranstaltungen“, sagt Mario Schneider.

Langfristig soll das Projekt nicht nur für mehr Sicherheit sorgen, sondern auch das Image der Ulmer Innenstadt stärken. Der Erfolg wird anhand von Vorfallprotokollen und Befragungen überprüft.

Mit der „Ulmer Nachtwache“ geht die Stadt einen wichtigen Schritt, um das nächtliche Ulm ein Stück sicherer und einladender zu machen.

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