Meißel aus Mammut-Elfenbein geborgen

Es ist ein spektakulärer Fund, der Aufschluss über das steinzeitliche Leben in Schwaben gibt: Drei Meißel aus Mammut-Elfenbein.




Professor Nicholas Conard und Dr. Sibylle Wolf von der Universität Tübingen präsentierten im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren (urmu) drei Meißel aus Mammutelfenbein. Die drei Meißel wurden im Hohlen Fels am Rande der Schwäbischen Alb geborgen – Das Urmu spricht von einer „bedeutsamen Elfenbeinwerkstatt“. Aus der Höhle stammt auch die berühmte Venusfigur vom Hohlefels.

„Eine solche Konzentration dieser Werkzeuge haben wir jedoch noch nie entdeckt – es ist ein regelrechter Werkzeug-Satz“, so Conard von der Uni Tübingen. Der Fund ist also eine echte Sensation.

Die Struktur der Werkzeuge deutet darauf hin, dass sie sowohl als Spalt- als auch als Stoßwerkzeuge benutzt wurden. Damit konnten dann andere Materialien bearbeitet werden – Zum Beispiel die berühmte Venus. „Die Werkzeuge führen uns einmal mehr vor Augen, welch technische Meisterleistungen die Menschen damals erbrachten – ganz ohne elektrische Sägen, Bohrer oder Fräsen“, bewertet auch urmu-Direktorin Dr. Stefanie Kölbl den Fund als Sensation.

Bis Anfang Januar 2021 können die Werkzeuge im urmu in Blaubeuren bestaunt werden.

 

 

 

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