Memmingen: Indizien-Prozess zieht sich in die Länge

Frau ist des heimtückischen Mordes angeklagt

Hat eine 34-jährige Frau ihren Ehemann betäubt, die gemeinsame Wohnung in Memmingen angezündet und dadurch ihren Mann umgebracht?

Bereits seit Mai verhandelt das Landgericht Memmingen in diesem spektakulären Fall. Der Indizien-Prozess zieht sich aufgrund von Beweis-Anträgen ihres Verteidigers aber in die Länge. Ob ein Ende des Prozesses zum geplanten Termin Ende Oktober abzusehen ist, ist im Moment noch völlig offen. Der Verteidiger hat laut einem Gerichts-Sprecher bereits weitere Beweis-Anträge angekündigt.

Habgier als Motiv

Die Frau ist des heimtückischen Mordes angeklagt. Das 38-jährige Opfer ist aufgrund des entstandenen Glimmbrandes an einer Rauchgas-Vergiftung gestorben. Die Angeklagte habe laut Anklageschrift aus Habgier gehandelt und als Erbin und Begünstigte mehrerer Versicherungen versucht, insgesamt 2,4 Millionen Euro zu erhalten.

Das könnte Dich auch interessieren

25.07.2025 Ulm: Lebenslange Freiheitsstrafe für Göppinger Serienmörderin Die Frau hatte im Oktober 2024 einen 46-jährigen Mann in der Wohnung seiner Mutter in Göppingen bei einem verabredeten Sex-Date mit 27 Messerstichen getötet. Nach Überzeugung des Gerichts handelte sie aus purer Lust am Töten. Die Tat sei geplant gewesen, das Opfer ein Zufallsbekannter, den die Angeklagte über eine Fetisch-Plattform kennengelernt hatte. Laut Anklage fesselte 21.10.2025 Konstanz: 50-jähriger muss wegen brutalen Mordes in die Psychiatrie Der Mann ist wegen einer paranoiden Schizophrenie schuldunfähig. Der Jordanier soll seinen ehemaligen Sexualpartner aus der Überzeugung heraus getötet haben, er könne seine Gedanken lesen. Der Mann stach nach Auffassung des Gerichts Ende Januar mit einem 20 Zentimeter langen Küchenmesser in der Konstanzer Wohnung des 36-Jährigen 72 Mal auf ihn ein. Beide hatten demnach zuvor zusammen 04.11.2025 Ulm: Sechsköpfige Diebesbande muss sich vor Gericht verantworten Die zwei Frauen und vier Männer im Alter von 33 bis 44 Jahren, alle aus Rumänien, sollen zwischen Februar und April vier Einbrüche in Betriebe im Alb-Donau-Kreis, im Wartburgkreis (Thüringen) sowie in den Landkreisen Esslingen und Aichach-Friedberg begangen haben. Der Vorwurf lautet auf schweren Bandendiebstahl und Beihilfe. Während die Männer die Taten ausgeführt haben sollen, 06.10.2025 Landgericht Ulm: Lange Haftstrafen für Handtaschenräuber Das Ulmer Landgericht blieb damit unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die für beide jeweils acht Jahre für angemessen hielt. Die Verteidiger der beiden Angeklagten hattenn dagegen vier Jahre für den Vater und zweieinhalb bis drei Jahre für den Sohn gefordert und dabei auch angeregt, die Strafe zur Bewährung auszusetzen. Die 1. Große Strafkammer machte es