Memmingen: Säugling von Vater getötet?

Prozessauftakt vor dem Schwurgericht

Am Landgericht Memmingen beginnt demnächst der Prozess gegen einen Vater, dem vorgeworfen wird, seine sechs Monate alte Tochter getötet zu haben.

Am Dienstag, den 29.10.2024, beginnt um 09:00 Uhr im Sitzungssaal 132 des Landgerichts Memmingen der Prozess gegen den 43-jährigen polnischen Staatsangehörigen Adam Mariusz S, wie das Landgericht heute mitteilt.

Dem Mann wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, seine sechs Monate alte Tochter am 18.11.2023 in Mindelheim so schwer misshandelt zu haben, dass das Kind am darauffolgenden Morgen an den Verletzungen verstarb.

Unter anderem soll der Angeklagte sein Kind durch heftiges Schütteln so schwer am Schädel verletzt haben, dass dies zu einem tödlichen Verlauf führte.

Angeklagter schweigt

Der Angeklagte befindet sich in Untersuchungshaft, macht jedoch keine Angaben zum Tatvorwurf. Laut Staatsanwaltschaft wird ihm Totschlag zur Last gelegt, was eine Mindeststrafe von fünf Jahren vorsieht.

In besonders schweren Fällen, die in der Verhandlung erörtert werden, könnte das Gericht eine lebenslange Freiheitsstrafe verhängen.

Prozess mit neun Fortsetzungsterminen

Für den Prozess sind insgesamt neun Fortsetzungstermine vorgesehen. Zahlreiche Zeugen und Sachverständige sollen im Laufe der Verhandlung aussagen, um den genauen Tathergang und die Verantwortlichkeit des Angeklagten zu klären.

Die Beweisaufnahme wird entscheidend sein, um zu ermitteln, ob der Angeklagte tatsächlich für den Tod seiner Tochter verantwortlich ist.

Das könnte Dich auch interessieren

22.09.2025 Schwaben: LKA gelingt Schlag gegen Geldautomaten-Sprenger Laut LKA stehen sie im Zusammenhang mit einer Gruppe, die mutmaßlich für mindestens sechs Sprengungen verantwortlich ist, davon fünf in Bayern und eine im sächsischen Zwickau. Zwei Verdächtige wurden am 1. August im Zwickau festgenommen, ein dritter ist noch flüchtig. Das LKA geht davon aus, dass die Bande noch weitere Taten begangen hat.  Zündschnur in 06.10.2025 Landgericht Ulm: Lange Haftstrafen für Handtaschenräuber Das Ulmer Landgericht blieb damit unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die für beide jeweils acht Jahre für angemessen hielt. Die Verteidiger der beiden Angeklagten hattenn dagegen vier Jahre für den Vater und zweieinhalb bis drei Jahre für den Sohn gefordert und dabei auch angeregt, die Strafe zur Bewährung auszusetzen. Die 1. Große Strafkammer machte es 04.07.2025 Memmingen: Frau hält viele Katzen auf engstem Raum Die Tiere waren teilweise verwahrlost, wie die Polizei mitteilte. Die Wohnung der 76-Jährigen sei wegen der vielen Tiere massiv verunreinigt gewesen. Alle Katzen kamen in ein Tierheim und wurden von einem Tierarzt begutachtet. Die Seniorin wehrte sich gegen die Beamten, die die Tiere mitnehmen wollten und ließ sie nicht in ihre Wohnung. Ein Schlüsseldienst öffnete schließlich 10.06.2026 Ellwangen: Missbrauch von Kindern im Chat- 46-jähriger vor Gericht Die stundenlangen Aufnahmen der sexuell missbrauchten Kinder im Alter zwischen 4 und 13 Jahren sind erschütternd: Über längere Zeit soll ein 46 Jahre alter Mann aus dem Kreis Heidenheim in einem Livestream seine pädophilen Neigungen ausgelebt und befriedigt haben. Er wurde mit Hilfe des US-Heimatschutzministeriums enttarnt und im Dezember verhaftet. Jetzt steht der Deutsche vor