Die Messe Friedrichshafen setzt ein starkes Zeichen für nachhaltige Energieversorgung: Am 24. Februar 2026 wurde die größte Photovoltaik-Dachanlage der Bodenseeregion auf den Dächern von zehn Messehallen offiziell in Betrieb genommen. Mit einer Gesamtleistung von 5,5 Megawatt Peak erzeugen die rund 12.400 Module künftig den Großteil des Strombedarfs der Messe selbst. Überschüssige Energie wird als grüner Strom in das regionale Netz eingespeist.
„Mit dieser Anlage gehen wir sprichwörtlich ans Netz und setzen ein klares Zeichen für Eigenstromversorgung, hohe Energie-Autarkie und nachhaltiges Wirtschaften“, erklärte Klaus Wellmann, Geschäftsführer der Messe Friedrichshafen. Die neue Anlage spart jährlich rund 2.735 Tonnen CO₂ ein und unterstützt damit die Klimaziele der Stadt Friedrichshafen.
Auf einer Fläche von rund 25.000 Quadratmetern wurde zusätzlich eine Batteriekapazität von 2,2 MWh installiert. Roman Bodenmüller, Geschäftsführer der Messe Friedrichshafen Energie Projektgesellschaft mbH, betonte, dass das Projekt mit rund 7,5 Millionen Euro etwa zehn Prozent günstiger realisiert werden konnte als ursprünglich geplant – und das parallel zum laufenden Messebetrieb.
Auch die Stadt würdigte das Projekt: „Zwei Drittel der erzeugten grünen Energie liefern wir an Stadt und Region und tragen so direkt zu unseren Klimazielen bei“, sagte Oberbürgermeister Simon Blümcke.
Die Umsetzung erfolgte gemeinsam mit regionalen Partnern: Die Planung übernahm das Ingenieurbüro Kienle aus Ostrach, die Dachertüchtigung die Firma Gramm aus Friedrichshafen, die Projektausführung Reimer Elektrotechnik aus Neu-Ulm. Zeppelin Power Systems brachte digitale Lösungen für Überwachung und Steuerung der Anlage ein, um einen effizienten Betrieb sicherzustellen.
Mit der Photovoltaik-Dachanlage unterstreicht die Messe Friedrichshafen ihre nachhaltige Entwicklung und positioniert sich als zukunftsfähiger Standort für Veranstaltungen, Wirtschaft und Energieversorgung gleichermaßen.