Die Idee zum Buch entstand überraschend alltäglich: beim Frühstück. Wie Harald Betz unserem Podcast-Host Marco Worms verrät, war zunächst geplant, dass seine Frau Bettina allein schreibt. Doch schon nach kurzer Zeit entwickelte sich daraus ein gemeinsames Projekt. Aus einer spontanen Idee wurde ein Roman, der Fachwissen und Fiktion miteinander verbindet. Diese Zusammenarbeit des Autorenduos prägt den Stil des Buches. Mit Haralds jahrelangen Erfahrungen in der Finanzbranche erhält das Buch ein sachliches Fundament. Gleichzeitig spitzt Bettinas erzählerisches Talent den Roman narrativ zu. Beide Autoren bringen Erfahrungen aus der Finanzbranche mit ein, die der Geschichte eine realistische Grundlage geben.
Im Zentrum von „Mieses Geld“ steht die Digitalisierung der Finanzwelt. Das Thema könnte kaum aktueller kaum sein. Digitale Währungen, automatisierte Systeme und neue Machtstrukturen verändern bereits heute Banken und Märkte. Der Roman denkt diese Entwicklung konsequent weiter. Harald Betz beschreibt im Podcast die Kernidee wie folgt: Technologien verschwinden nicht mehr, wenn sie einmal etabliert sind. Sie bleiben über Generationen hinweg bestehen, unabhängig davon, wer sie kontrolliert. Genau darin liegt die Gefahr. Das Buch entwirft Szenarien, in denen sich politische und wirtschaftliche Machtverhältnisse verschieben und bestehende Systeme missbraucht werden könnten.
Im Podcast bringt Sascha Ersinger eine Perspektive aus dem Bankalltag ein. Seine zentrale Sorge ist die zunehmende Konzentration von Macht. Er warnt davor, Verantwortung leichtfertig abzugeben und darauf zu vertrauen, dass „schon jemand anderes“ die richtigen Entscheidungen trifft. Wenn Macht sich bündelt, könnten Entwicklungen entstehen, die ursprünglich niemand beabsichtigt hat. Dies hat potenziell weitreichende Konsequenzen für Gesellschaft und Freiheit. Diese Einschätzung spiegelt sich auch im Roman wider, der genau solche Dynamiken literarisch zuspitzt.
„Mieses Geld“ ist mehr als nur ein spannender Finanzthriller. Das Buch greift reale Entwicklungen wie digitales Zentralbankgeld, zunehmende Überwachung und Abhängigkeiten im Finanzsystem auf und übersetzt sie in eine fiktive Geschichte. Gerade die Verbindung aus Podcast-Gespräch und Roman zeigt, das die diskutierten Risiken sind nicht rein erfunden sind. Sie basieren auf realen Beobachtungen und Erfahrungen aus der Branche.
Mit „Mieses Geld“ haben Harald Betz und Bettina Betz einen Roman geschrieben, der aktuelle Debatten aufgreift und zugänglich macht. Der begleitende Podcast mit Sascha Ersinger vertieft diese Themen und zeigt, wie nah Fiktion und Realität in der Finanzwelt beieinanderliegen. Wer sich für die Zukunft des Geldes interessiert, bekommt hier nicht nur eine spannende Geschichte, sondern auch Denkanstöße, die weit über die letzte Seite hinausreichen.