Jedes Jahr dürfen sich ein Prozent der bayerischen Bevölkerung an einen Fragebogen setzen. Der Inhalt: Fragen zum Leben der Menschen im Freistaat. Der sogenannte Mikrozensus startet für das Jahr 2026.
Per Zufall werden bayernweit 65.000 Haushalte ausgewählt. Diese werden schriftlich über ihr „Losglück“ informiert. Und müssen dann an der Befragung teilnehmen. Bei einer Weigerung gibt es zunächst eine Mahnung, im nächsten Schritt ein Zwangsgeld in Höhe von 250 Euro. Freikaufen kann man sich damit nicht, wer sich weiterhin weigert, darf einfach nur wieder und wieder im Geldbeutel kramen.
Die Fragen der Haushaltsbefragung können online oder per Telefon beantwortet werden. Das Projekt läuft über das ganze Jahr. Dabei geht es um Themen wie Haushalt und Familie, wirtschaftliche Lage und soziale Teilhabe, Bildung und Beruf, Arbeitsweg, Kinderbetreuung, Wohnen und Gesundheit. Damit soll ein Bild über die Lebensverhältnisse der Bevölkerung gemacht werden.
Im Gegensatz zum Deutschland-Zensus findet der Mikrozensus in Bayern jedes Jahr statt. Der Deutschland-Zensus findet nur alle 10 Jahre statt, die letzte Erhebung war 2022. Dabei werden ganze 13 Prozent der Bevölkerung befragt.