Nach dem Großbrand in einem Holzbaubetrieb in Eberhardzell-Füramoos dauern die Nachlöscharbeiten am Freitag weiter an. Nach Angaben der Feuerwehr sind noch rund 60 Einsatzkräfte vor Ort.
Auf dem Gelände gibt es weiterhin Glutnester. Die Arbeiten könnten deshalb noch mehrere Stunden oder sogar den gesamten Freitag dauern, sagte der stellvertretende Kreisbrandmeister des Landkreises Biberach, Stefan Kuc.
Mehrere Spezialbagger tragen zerstörte und eingestürzte Teile der Hallen ab. So kann die Feuerwehr auch schwer erreichbare Brandstellen löschen.
Die Wasserversorgung ist wegen der langen Wege schwierig. Deshalb erhält die Feuerwehr Unterstützung von Landwirten aus der Umgebung. Sie bringen unter anderem mit Tankanhängern Wasser zum Betriebsgelände.
Der Brand war am Donnerstag gegen 14.48 Uhr ausgebrochen. Mehrere Gebäude und Hallen standen in Flammen. Wegen der starken Rauchentwicklung gingen zahlreiche Notrufe aus den Landkreisen Biberach und Ravensburg ein.
Die Polizei schätzt den Schaden am Holzbaubetrieb auf einen Betrag im unteren zweistelligen Millionenbereich. Auch ein Autohaus auf der gegenüberliegenden Straßenseite wurde durch die Hitze und den Funkenflug getroffen. Bis zu 50 Fahrzeuge wurden erheblich beschädigt. Der Schaden dort liegt bei mehr als einer Million Euro.
Ein Mitarbeiter des Holzbaubetriebs wurde durch Rauchgase verletzt. Warum das Feuer ausbrach, ist weiterhin unklar. Auch am Freitagmorgen lagen der Polizei dazu keine neuen Erkenntnisse vor.