Mittelalterliche Siedlungsreste in Illertissen gefunden

Die Stadt Illertissen wurde 954 n.Chr. das erste Mal urkundlich erwähnt. Mehrere Grabfunde haben aber ergeben, dass Illertissens Ursprünge noch wesentlich weiter zurückreichen.

Damals hieß Illertissen noch Tussa, als Otto der Große mit seinem abtrünnigen Sohn Luidolf an der Spitze ihrer Heere hier den sogenannten Frieden von Tussa schlossen. 2017 sind bei einem Neubau an der Vöhlinstraße Reste einer Badeanlage von einem römischen Gutshof aus dem 2. und 3. Jahrhundert aufgetaucht.

Siedlungsfunde aus dem Mittelalter

Im Winter 2020/21 wurden an zwei Stellen archäologische Grabungen im Stadtgebiet in Illertissen gemacht.  Schon im 19. und 20. Jahrhundert konnte bei Ausgrabungen schon auf Nachweise einer Siedlungstätigkeit im 6. und 7. Jahrhundert hingedeutet werden. Dieses Mal konnten auch erstmals zugehörige Gebäudereste nachgewiesen werden. Von ursprünglichen Holzgebäuden blieben die Pfostengruben erhalten. Außerdem wurden Reste von drei Brunnen gefunden und mehrere Grubenhäuser. Ein ganz besonderer Fund ist eine bronzene Nadel mit Würfelkopf. Funde von Keramik, einzelne römische Scherben und Ziegel wurden in beiden Siedlungsarealen gefunden. So taucht nach und nach das Bild.

Archäologische Ausgrabungen über Siedlungsbefunde

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