Monatlich 100 Euro mehr für bayerische Bäcker

Neue Tarife gelten schon ab Juli

Seit über einem Jahr zieht sich der Streit in Bayern zwischen den Arbeitgebern in der Brotindustrie und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Jetzt kam es zu einer Einigung.

Rund 50.000 Beschäftigte arbeiten in der bayerischen Brotindustrie. Bereits im letzten Jahr hatten bayernweit Mitarbeiter von Großbäckereien oder auch Lebkuchenproduktionen gestreikt. Darunter auch in den Landkreisen Neu-Ulm und Günzburg. Nun waren auch den zweiten Tarifverhandlungen im Juni diesen Jahres Warnstreiks vorausgegangen.

Positive Verhandlungen

Das hat sich aber scheinbar bezahlt gemacht. Die NGG erzielte mit dem Landesinnungsverband des bayerischen Bäckerhandwerks eine Einigung. Damit erhalten Vollzeitbeschäftigte in allen Tarifgruppen ab 1. Juli 2025 ein monatliches Lohnplus von 100 Euro. Bei Teilzeitkräften erhöhen sich die Löhne und Gehälter anteilsmäßig. Ab 1. Juli 2026 gibt es eine weitere Tariferhöhung um 2,5 Prozent. Der neue Tarifvertrag läuft bis 30.04.2027.

Gehalt über angepeiltem Mindestlohn

Kurt Haberl, stellvertretender Landesbezirksvorsitzender und Verhandlungsführer der NGG: „Mit dem Ergebnis haben wir spürbare Lohn- und Gehaltssteigerungen vereinbaren können, die über der aktuellen Inflationsrate liegen. Die Tariferhöhung von 100 Euro beinhaltet zudem eine soziale Komponente für die unteren Lohn- und Gehaltsgruppen.“ Auch die unterste Tarifgruppe liegt ab Juli mit 15,02 Euro knapp über dem angepeilten Mindestlohn. Im kommenden Jahr steigt das Gehalt dann noch auf 15,40 Euro die Stunde.

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