Müdes Schwabenduell

Bundesliga | Abstiegskampf

Wenig Tempo, kaum Torchancen und am Ende ein Elfmeter als Entscheidung: Der FC Augsburg gewinnt ein zähes Bundesliga-Spiel gegen den 1. FC Heidenheim mit 1:0 und verschärft damit die Lage im Tabellenkeller.

Die erste Halbzeit dieses Spiels war möglicherweise das Spannungsärmste, was die Bundesliga in dieser Saison zu bieten hatte. Die Partie war in den ersten 45 Minuten davon geprägt, dass Mittelfeldpässe in die Spitze nicht ankamen und Annahmefehler auf den Außenpositionen passierten, wodurch es immer wieder zu Einwürfen kam, aus denen nichts Nennenswertes entstand.

Das Ansehnlichste waren zunächst die Sonnenstrahlen, die in die WWK-Arena schienen. So hatten zumindest Teile der 30.107 Zuschauer einen sonnigen Sonntagnachmittag. Diese verabschiedeten sich allerdings pünktlich zum Wiederanpfiff.

Auch die zweite Halbzeit begann so, wie die erste endete: ereignisarm. Heidenheim bemühte sich zunehmend, vor allem über die Außenbahnen, etwas Druck zu erzeugen. Doch die Versuche endeten regelmäßig bereits bei ungenauen Hereingaben oder Abschlüssen ohne echte Gefahr. Das Einzige, was die Zuschauer dauerhaft ins Zittern brachte, waren die Temperaturen um den Gefrierpunkt.

In der 62. Minute folgte das erste sogenannte Highlight: Ein abgepfiffener Schuss von Robin Fellhauer landete dennoch im Tor und wurde von den Heimfans unter fast schon höhnischem Jubel gefeiert – wohl auch aus Mangel an Alternativen.

Immer wenn auch nur ansatzweise Torgefahr aufkam, endeten die Aktionen in Abschlüssen Richtung Tribüne. So auch in der 69. Minute, als Dinkci aus der Distanz deutlich verzog. Fünf Minuten später ein ähnliches Bild auf der anderen Seite: Alexis Claude-Maurice kam frei zum Abschluss, sorgte aber ebenfalls nicht für Spannung.

Dann die entscheidende Szene: In der 79. Minute zog Benedikt Gimber Augsburgs Kapitän Schlotterbeck nach einer Ecke klar am Trikot. Schiedsrichter Zwayer zeigte sofort auf den Punkt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Claude-Maurice souverän unten links – 1:0 für Augsburg.

Mit der Führung nahm die Partie erstmals Fahrt auf. In der 83. Minute hatte Mert Kömür nach einem schnellen Konter das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte jedoch am stark reagierenden Heidenheimer Torhüter Ramaj.

In der Schlussphase blieb es bei Bemühungen der Gäste ohne Durchschlagskraft. Auch die vierminütige Nachspielzeit brachte keine Wende. Das Auffälligste war ein Wortgefecht zwischen Finn Dahmen und Budu Zivzivadze, das für beide mit Gelb endete.

Am Ende steht ein 1:0-Erfolg für den FC Augsburg, der damit den dritten Sieg im vierten Spiel einfährt und auf Tabellenplatz 11 springt. Der 1. FC Heidenheim bleibt dagegen zum neunten Mal in Folge sieglos, ist weiterhin Tabellenletzter und verpasst es erneut, im Abstiegskampf Boden gutzumachen.

Fazit: Augsburg erfüllt die Pflicht. Für Heidenheim wird die Lage im Tabellenkeller zunehmend kritisch.

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