Münchner Start‑up testet erste europäische Hyperschallrakete

Prototyp

Ein Münchner Start‑up hat in aller Verschwiegenheit die erste europäische Hyperschallrakete getestet. Das Unternehmen plant, die Rakete bis 2029 serienreif zu machen.

Ein Münchner Start‑up hat in aller Verschwiegenheit die erste europäische Hyperschallrakete getestet. Der Prototyp startete Anfang Februar vom norwegischen Weltraumbahnhof Andøya, erreichte Mach 6 – also über 7.400 Kilometer pro Stunde – und legte 300 Kilometer zurück.

Hyperschallraketen sind wegen ihrer extremen Geschwindigkeit schwer abzufangen und könnten die militärischen Kräfteverhältnisse in Europa nachhaltig verändern. Nur wenige Staaten, darunter China, Russland und die USA, verfügen bisher über vergleichbare Technologie.

Das 2023 gegründete Unternehmen Hypersonica will die Rakete bis 2029 serienreif machen und Europa damit eine eigenständige Hyperschall-Fähigkeit verschaffen. Die Gründer, Physiker Philipp Kerth und Luftfahrt-Ingenieur Marc Ewenz, betonen, dass die größte technische Herausforderung darin liege, die Rakete bei Hyperschallgeschwindigkeit präzise manövrieren zu können.

Mit dem Testflug sammelt das Start-up wertvolle Daten, um die Technologie schnell weiterzuentwickeln – nach eigenen Angaben verstrichen vom Entwurf bis zum Testflug nur neun Monate.

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