Jahrzehntelang hat Bernd Kapitza Muscheln und Schnecken aus aller Welt gesammelt. Rund 250.000 Exemplare gehörten zu seiner Sammlung im Muschelmuseum Ochsenhausen. Darunter waren seltene und außergewöhnliche Stücke aus aller Welt. Besonders auffällig, eine rund 180 Kilogramm schwere Riesenmuschel, die direkt im Eingangsbereich des Museums stand.
Ende September hat das Muschelmuseum seine Türen geschlossen. Schon im Frühjahr hatte Betreiber Bernd Kapitza angekündigt, dass es im Herbst vorbei sein wird. Es gab wohl dafür gleich mehrere Gründe. Seit der Corona-Pandemie kamen deutlich weniger Besucher ins Museum. Gleichzeitig musste das Gebäude wegen eines Erbfalls verkauft werden. Kapitza wollte deshalb auch für seine riesige Sammlung eine neue Zukunft finden, am liebsten als Ganzes bei einem neuen Besitzer.
Wer noch einmal in die Räume des ehemaligen Muschelmuseums möchte, bekommt am Wochenende Gelegenheit dazu. Am Samstag und Sonntag, den 10. und 11. Oktober, jeweils von 11 bis 18 Uhr findet dort ein kleiner Flohmarkt statt. Verkauft werden unter anderem Möbel aus dem Museum. Auch die Kaffeemaschine soll einen neuen Besitzer finden. Damit öffnen sich die Türen nach der Schließung noch einmal, diesmal allerdings nicht für die Muschelsammlung, sondern für alle, die beim Ausräumen vielleicht noch ein besonderes Stück ergattern wollen.