Das Nabada startet heute, 20. Juli, wie immer um 16 Uhr. Die wilden Nabader sammeln sich im Bereich der Adenauerbrücke und sollen dort auf den offiziellen Startschuss warten, heißt es von der Stadt Ulm. Von dort geht es entlang der Ulmer Stadtmauer bis in die Friedrichsau. Eine Anmeldung ist für freie Nabader nicht notwendig.
An der Adenauerbrücke und an der Gänstorbrücke kann die Donau trotz der laufenden Bauarbeiten passiert werden. Im Baustellenbereich gilt aber besondere Vorsicht: Im Uferbereich und an den Brückenpfeilern befinden sich scharfkantige Spundwände. Nabader sollten deshalb möglichst mittig auf der Donau bleiben und dort auf keinen Fall am Ufer oder an den Pfeilern anlegen.
Unter dem Behelfssteg an der Adenauerbrücke dürfen schwimmende Konstruktionen samt Aufbau höchstens vier Meter hoch sein. Von den Brücken in die Donau zu springen, ist grundsätzlich verboten.
Der niedrige Wasserstand bringt eine weitere Gefahr mit sich: Steine und andere Hindernisse liegen näher an der Oberfläche. Gleichzeitig fließt die Donau langsamer als in wasserreicheren Jahren. Die Fahrt kann deshalb länger dauern als gewohnt. Auch bei sommerlichen Temperaturen kann der Körper im Wasser auskühlen. Ein Neoprenanzug wird deshalb empfohlen.
Boote, Luftmatratzen und andere Schwimmkörper dürfen nicht zu großen Gruppen zusammengebunden werden. Motorisierte Boote sind ebenfalls nicht erlaubt. Kinder dürfen nur mit Schwimmhilfe und zusammen mit Erwachsenen teilnehmen.
Verboten sind außerdem Spritzattacken auf Zuschauer sowie das Werfen von Wasserbomben oder wassergefüllten Tüten. Lautsprecher und andere Beschallungsanlagen dürfen weder auf dem Wasser noch am Ufer betrieben werden. Auch Werbung auf Booten oder im Veranstaltungsbereich ist nicht erlaubt.
Alkohol sollte erst nach dem Nabada getrunken werden. Er erhöht auf dem Wasser das Unfallrisiko und sorgt schneller für Übermut. Bei einem aufkommenden Gewitter müssen alle sofort aus der Donau und aus dem direkten Uferbereich. Unter Bäumen sollte dann kein Schutz gesucht werden. Das Nabada findet bei Regen statt, bei Gewitter oder Hochwasser kann es aber abgesagt werden. Rote Körbe am Ulmer Münster signalisieren eine Absage.
Auch das Donauwasser sollte möglichst nicht geschluckt werden. Die Donau ist kein regelmäßig kontrolliertes Badegewässer. Vor allem nach starkem Regen kann die Belastung mit Krankheitserregern kurzfristig steigen. Möglich sind unter anderem Magen-Darm-Erkrankungen sowie Entzündungen an Haut, Augen, Ohren oder offenen Wunden. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr.
Pumpstationen gibt es an der Illerbrücke und am Donaubad. Vor dem Haupteingang des Donaubads können Gummiboote, Schwimminseln und Luftmatratzen heute zwischen 14 und 16 Uhr kostenlos aufgepumpt werden. Dort werden auch Essen und Getränke angeboten.
Geeignete Parkplätze gibt es am Kloster Wiblingen, am Donaubad und an der Illerbrücke. Auf dem Donaubad-Parkplatz sind die ersten sechs Stunden kostenlos, danach fallen Gebühren an.
Zum Verlassen der Donau sind feste Ausstiegsstellen vorgesehen. Sie liegen bei der Valckenburgschule, an der SSV-Bucht, beim Landratsamt Neu-Ulm und hinter dem Steg von Rudern 2000. Auf Neu-Ulmer Seite eignet sich außerdem das flache Ufer gegenüber der Spatzenwiese. Kaputte Schlauchboote, Eigenkonstruktionen und anderer Müll müssen nach dem Nabada aus der Donau entfernt werden. An beiden Uferseiten stehen dafür zusätzliche Tonnen bereit.