Dauerstreit mit Kirche in Langenau: Mann muss Hamas-Shirt aushändigen

Verdachts der Verwendung verfassungswidriger und terroristischer Kennzeichen

Lange schwelt ein Streit zwischen Pro-Palästina-Demonstranten und einer Kirchengemeinde in Langenau. Jetzt werden Beweismittel sichergestellt.

Im Zuge des Dauerkonflikts zwischen Pro-Palästina-Demonstranten und der Kirchengemeinde in Langenau hat die Polizei bei einem 75-Jährigen ein T-Shirt mit einer verbotenen Parole der Terrororganisation Hamas sichergestellt. Gegen den Mann werde nun wegen des Vorwurfs des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen ermittelt, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei mit. Der Mann habe das T-Shirt freiwillig ausgehändigt.

Der Streit zwischen den Pro-Palästina-Demonstranten und Gottesdienstbesuchern der evangelischen Martinskirche ist laut Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl nach einer Predigt des Pfarrers im Oktober 2023 entbrannt, in der es auch um den Überfall der Hamas auf Israel ging. Seit eineinhalb Jahren würden der Pfarrer und seine Familie in einer Weise persönlich diffamiert, die nicht hinzunehmen sei, erklärte der Landesbischof kürzlich.

Landesbischof berichtet von Diffamierungen und Anfeindungen

Immer wieder komme es zu Anfeindungen auch gegen Gottesdienstbesucher, die teils gefilmt würden, die Videos würden dann ins Internet gestellt. Hinzu kämen schlimmste antisemitische Schmierereien an der Kirche, so Gohl.

Die Sicherstellung des T-Shirts mit der Hamas-Parole bezieht sich nach Angaben des Polizeisprechers auf einen Vorfall vom Juni, bei dem der Verdächtige das Shirt getragen haben soll. Anfang Juli gipfelte der Konflikt dann in Handgreiflichkeiten. Der 75-Jährige soll den Pfarrer vor Kirchenbesuchern verunglimpft und einen 84-Jährigen zu Boden gestoßen haben. Daraufhin soll ein 62-Jähriger auf den mutmaßlichen Angreifer losgegangen sein.

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