Nach Diskussion um "Mohrengasse": Ulm bekommt einen "Manga Bell Platz"

Rassismusdebatte

Nach der scharfen Diskussion um eine geforderte Umbenennung der Ulmer Mohrengasse vor zwei Jahren soll Ulm jetzt einen Manga Bell Platz bekommen. Das wurde bei der Eröffnung des Festival contre le racisme Ulm/Neu-Ulm bekanntgegeben. Der Ulmer Ältestenrat hat das entschieden.

Nach der scharfen Diskussion um eine geforderte Umbenennung der Ulmer Mohrengasse vor zwei Jahren soll Ulm jetzt einen Manga Bell Platz bekommen. Und zwar soll der Platz gegenüber dem Justizgebäude bald so heißen. Das wurde bei der Eröffnung des Festival contre le racisme Ulm/Neu-Ulm bekanntgegeben. Der Ulmer Ältestenrat hat das entschieden.

Der Vorschlag kam vor zwei Jahren aus den Reihen der Ulmer SPD. Sie forderte die Ulmer Mohrengasse in Manga Bell Gasse umzubenennen. Schwarze Menschen fühlten sich von dem Straßennamen diskriminiert. Das bestätigte auch das afrodeutsche Forum Ulm.

Seit etwa 1960 wird auf die Zwiespältigkeit des Wortes „Mohr“ zwischen historischer Entwicklung und Verwendung als stereotype Bezeichnung hingewiesen, die eine bestimmte Vorstellung von einem Schwarzen weckt, was zu Diskussionen um den diskriminierenden Charakter des Wortes geführt hat.

Der Kameruner Namensgeber Rudolf Duala Manga Bell war König des Duala-Volkes zur deutschen Kolonialzeit. Er war 5 Jahre in Deutschland als Pflegekind in Aalen bei der Lehrerfamilie Österle und ist in dieser Zeit in Ulm aufs Gymnasium gegangen. 1914 ist er in Kamerun hingerichtet worden, weil er sich gegen die deutschen Kolonialherren eingesetzt hat.

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