Nach Kritik an Bundeswehr-Ferienprogramm: Kellmünz-Fall erreicht Bundestag

Aufklärung über Bundeswehr-Camps 

Nach Protesten in Kellmünz im Kreis Neu-Ulm wegen eines Kinderferienprogramms der Bundeswehr beschäftigt sich nun der Bundestag mit dem Thema.

Nach öffentlichen Protesten gegen ein Kinderferienprogramm der Bundeswehr in Kellmünz an der Iller (Kreis Neu-Ulm) im Sommer 2025 wird der Fall nun auch politisch auf Bundesebene aufgegriffen. In der kleinen schwäbischen Gemeinde hatten Kinder im Alter von etwa sechs bis zwölf Jahren an einem Ferienangebot der Bundeswehr teilgenommen. Dabei kam es vor Ort zu Kritik und Demonstrationen von Friedensinitiativen, die eine zu starke Nähe militärischer Strukturen zu Kindern beanstandeten.

Aufklärung über Bundeswehr-Camps

Die Linke-Fraktion im Bundestag hat das Thema nun mit einer Kleinen Anfrage aufgegriffen und fordert umfassende Informationen zu den bundesweiten Ferien-, IT- und Abenteuercamps der Bundeswehr für Kinder und Jugendliche. Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem die Organisation der Programme, die Kosten, die Zahl der Teilnehmer sowie der Umgang mit Minderjährigen.

Darüber hinaus verlangt die Fraktion von der Bundesregierung eine Stellungnahme dazu, wie diese Angebote pädagogisch begleitet werden und ob sie aus ihrer Sicht mit internationalen Kinderrechtsstandards vereinbar sind. Die Bundesregierung muss nun detailliert Stellung zu Umfang und Ausgestaltung der Programme nehmen.

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