Nach Pflegeheim-Brand in Reutlingen - Antrag auf Sicherungsverwahrung

Drei Menschen starben in den Flammen

Nach dem Brand in einem sozialpsychiatrischen Pflegeheim in Reutlingen, bei dem drei Menschen getötet wurden, sind die Ermittlungen gegen eine Bewohnerin abgeschlossen.

Die Staatsanwaltschaft stellte beim Landgericht Tübingen einen Antrag auf Sicherungsverwahrung in einem psychiatrischen Krankenhaus, wie sie am Mittwoch mitteilte. Der Frau werden Mord, Brandstiftung und versuchter Mord vorgeworfen.

Die 57-Jährige soll laut Staatsanwaltschaft am Abend des 17. Januars ihr Bett angezündet haben. Demnach soll sie mutmaßlich versucht haben, sich mit dem Feuer das Leben zu nehmen. Bei dem Brand in dem Fachpflegeheim waren eine 53 Jahre alte Mitbewohnerin und zwei Mitbewohner im Alter von 73 und 88 Jahren getötet worden. Die mutmaßliche Brandstifterin war schwer verletzt worden.

Die Behörde geht bei der psychisch Erkrankten von einer aufgehobenen Steuerungsfähigkeit zum Tatzeitpunkt aus. Damit ist sie nicht schuldfähig und kann somit auch nicht angeklagt werden. Bei einem Antrag auf Sicherungsverfahren kommt es aber trotzdem zu einem Verfahren. Der Antrag tritt an die Stelle einer Anklageschrift.

Das könnte Dich auch interessieren

25.03.2025 Nach Burgmaier-Brand: Servicetechniker angeklagt Die Staatsanwaltschaft Ulm hat gegen einen 33-jährigen Servicetechniker aus dem Landkreis Neu-Ulm Anklage wegen fahrlässiger Brandstiftung erhoben. Der Mann soll durch fehlerhafte Wartungsarbeiten an einem Blockheizkraftwerk das Feuer mit einem geschätzten Schaden von 174 Millionen Euro ausgelöst haben. Fehler bei Wartungsarbeiten als Auslöser Der Vorfall ereignete sich in der Nacht vom 6. auf den 7. 25.03.2025 Streit um Notfallpraxen: Kommunen scheitern im Eilverfahren Im Streit um die geplante Schließung von Notfallpraxen in Baden-Württemberg sind drei Kommunen mit einem Eilverfahren vor Gericht gescheitert. Das Sozialgericht Stuttgart habe die Klage als unbegründet abgelehnt, teilte ein Gerichtssprecher mit. Die Städte Bad Saulgau (Landkreis Sigmaringen), Neuenbürg (Enzkreis) und Kirchheim unter Teck (Kreis Esslingen) wollten mit dem Eilverfahren die geplante Schließung der Notfallpraxen in 24.03.2025 Mehr Läusefälle in der Region Im Kreis Sigmaringen haben sich die Kopflaus-Fälle im Vergleich zum Vorjahr fast verdreifacht. Allein im Januar und Februar 2025 wurden dem Gesundheitsamt 56 Fälle gemeldet – deutlich mehr als im gleichen Zeitraum 2024. Die meisten Meldungen kamen aus Schulen und Kindergärten. Auch im Kreis Biberach wurden seit Jahresbeginn 57 Fälle aus 27 Einrichtungen gemeldet. Der 17.03.2025 Baurecht für neuen A8-Albaufstieg erteilt Die Planfeststellungsbehörde im Regierungspräsidium Stuttgart hat bekannt gegeben, dass gegen den am 18. Dezember 2024 erteilten Planfeststellungsbeschluss für den Ausbau der A8 zwischen Mühlhausen und Hohenstadt keine Klagen beim Bundesverwaltungsgericht eingegangen sind. Die Klagefrist endete am 4. März 2025. Damit besitzt die Autobahn GmbH Niederlassung Südwest nun die rechtskräftige Genehmigung für den Ausbau des Albaufstiegs.