Haftbefehl nach tödlichem Schulweg-Angriff in Illerkirchberg: Verdächtiger schweigt

Motiv unklar

Nach der Bluttat auf zwei Mädchen in Illerkirchberg schweigt der mutmaßlicheTatverdächtige weiter zu den Vorwürfen. Die zuständige Richterin erließ jetzt auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl gegen den 27-jährigen Verdächtigen.

Der Mann berufe sich auf sein Aussageverweigerungsrecht, bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Ulm der Deutschen Presse-Agentur. Er sei den Behörden bislang nie durch Gewaltdelikte aufgefallen. Der Mann aus Eritrea sei lediglich einmal als Schwarzfahrer erwischt worden und sonst nicht polizeibekannt. Weil er weiter schwieg, erließ die Richterin auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ulm einen Haftbefehl wegen Mordes und versuchten Mordes gegen den 27-Jährigen. Der Eriträer befindet sich jetzt in einem Justizvollzugskrankenhaus.

Es gebe weiterhin keine Erkenntnisse zum Motiv. Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit, ob sie Haftbefehl beantragt oder ob es Anhaltspunkte für verminderte oder ausgeschlossene Schuldfähigkeit gibt, was gegebenenfalls eine Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik nach sich ziehen würde. Derzeit lägen ihm keine Erkenntnisse einer psychischen Beeinträchtigung vor, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft am Vormittag. Das 13-jährige Mädchen sei medizinisch versorgt.

Politiker besuchen Tatort

„Wir werden diese schlimme Tat restlos aufklären“, kündigte der baden-württembergische Innenminister und Vizeregierungschef Thomas Strobl an. Der CDU-Politiker wollte um die Mittagszeit gemeinsam mit dem türkischen Botschafter Ahmet Basar Sen den Tatort besuchen. Das getötete Mädchen habe die deutsche Staatsbürgerschaft besessen und einen türkischen Migrationshintergrund, hieß es aus dem Innenministerium. Der Botschafter sei extra aus Berlin mit dem Flugzeug angereist. Um 12.30 Uhr wollten sich der Botschafter und Strobl mit dem örtlichen Bürgermeister im Rathaus vor Ort treffen, sich danach zu einer Gedenkminute am Tatort versammeln.

Das könnte Dich auch interessieren

17.07.2026 Widerstand gegen das NS-Regime - Gedenken in Ulm: Der 20. Juli bleibt ein „ethischer Leitstern“ In der Ulmer Wilhelmsburgkaserne hat die Bundeswehr an Claus Schenk Graf von Stauffenberg und den Widerstand gegen das NS-Regime erinnert. Stauffenberg hatte am 20. Juli 1944 eine Bombe in Adolf Hitlers Hauptquartier „Wolfsschanze“ platziert. Hitler überlebte die Explosion leicht verletzt, der anschließend geplante Staatsstreich scheiterte. Viele Beteiligte wurden noch in derselben Nacht oder später vom 07.07.2026 Durchbruch nach mehr als 40 Jahren: Mann aus Schwendi wegen Mordverdachts angeklagt Mehr als vier Jahrzehnte nach einem Mord bei Deggingen im Landkreis Göppingen könnte einer der lange ungeklärten Fälle der Region vor Gericht kommen. Die Staatsanwaltschaft Ulm hat einen heute 70-jährigen Mann aus Schwendi wegen Mordverdachts angeklagt. Er soll im Februar 1985 eine damals 31 Jahre alte Frau getötet und ihre Leiche in einem Waldstück zurückgelassen 30.05.2026 Rund 15 Verdachtsstellen im Donaustadion: Stadt Ulm sucht nach möglichen Blindgängern Vor dem geplanten Umbau des Ulmer Donaustadions müssen mehrere verdächtige Stellen auf mögliche Weltkriegsbomben und Kampfmittel untersucht werden. Grundlage dafür sind historische Luftbilder aus dem Zweiten Weltkrieg. Dabei wurden alte Bombardierungsaufnahmen mit heutigen Daten verglichen. So konnten mögliche Verdachtsstellen erkannt werden. Diese Bereiche wurden anschließend technisch durch sogenannte Oberflächensondierungen überprüft. Nach Angaben der Stadt Ulm 07.05.2026 Gewalt, Drogen, Angst: Ulmer CDU fordert harte Maßnahmen für "Brennpunkt Karlsplatz" Der „Brennpunkt Karlsplatz“ in Ulm steht weiter im Fokus. Nach mehreren schweren Gewalttaten und anhaltenden Beschwerden von Anwohnern fordert die Ulmer CDU/UfA-Fraktion im Gemeinderat jetzt drastische Maßnahmen. In einem Antrag an Oberbürgermeister Martin Ansbacher spricht die Fraktion offen von Unsicherheit, Drogenkonsum und massiver Lärmbelästigung. Ziel sei eine „Befriedung der Situation“. Zwei brutale Taten erschüttern den