Der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Bareiß nimmt nach dem schweren Verkehrsunfall auf der B27 bei Hechingen eine Auszeit. Der 51-Jährige vertritt im Bundestag den Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen. In einer persönlichen Erklärung bat er um Entschuldigung und kündigte an, sich zunächst stärker um seine Gesundheit zu kümmern.
Bareiß erklärte, er habe in der vergangenen Zeit Entscheidungen getroffen, die er sehr bereue. Er wolle die sitzungsfreie Zeit des Bundestages für eine Auszeit nutzen. Sein Amt als Vorsitzender der CDU Württemberg-Hohenzollern lässt er ruhen. Bei der nächsten Wahl für den Bezirksvorsitz will er nicht mehr antreten.
Der Politiker äußerte sich in seiner Erklärung nicht konkret zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft.
Der Unfall passierte am 12. Juli auf der B27 zwischen Hechingen und Balingen. Nach Angaben der Polizei stießen zwei Autos zusammen. Der Wagen von Bareiß überschlug sich. Er wurde schwer verletzt, von der Feuerwehr aus dem Fahrzeug befreit und mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht. Auch der Fahrer und zwei Mitfahrerinnen im anderen Auto wurden verletzt.
Die Staatsanwaltschaft Hechingen ermittelt gegen Bareiß wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Straßenverkehrsgefährdung und der fahrlässigen Körperverletzung. Nach einer Blutanalyse besteht der Verdacht, dass er den Unfall unter dem Einfluss eines synthetischen Betäubungsmittels verursacht haben könnte. Alkohol soll nicht im Spiel gewesen sein. Welche Substanz genau festgestellt wurde, teilte die Staatsanwaltschaft nicht mit.
Die parlamentarische Immunität von Bareiß wurde aufgehoben. Außerdem stellte die Polizei seinen Führerschein sicher. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Für Bareiß gilt die Unschuldsvermutung.