Nach Urteil: Freiburg senkt Gebühren für neue Parkausweise drastisch

Hat das Urteil eine Signalwirkung?

In Freiburg muss nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts eine neue Lösung zu den Anwohnerparkgebühren her. Die Preise werden erstmal gesenkt - von durchschnittlich 360 Euro auf 30 Euro. Ein Signal für andere Kommunen, wie Ulm?

Nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zum Freiburger Anwohnerparken hat die Stadt die Gebühren für neue Parkausweise drastisch gesenkt. Bis zu der nötigen Neuregelung der Gebühren werden nun 30 Euro pro Jahr verlangt, teilte die Stadtverwaltung am Mittwoch in Freiburg mit. Bisher wurden durchschnittlich 360 Euro pro Auto fällig.

Alle bereits ausgestellten Parkausweise für die bestimmten Stadtgebiete seien weiter gültig. Zu diesen Ausweisen laufe eine Überprüfung. Die Stadt will nach eigenen Angaben in der kommenden Woche über das weitere Vorgehen Stellung nehmen. Wann eine Neuregelung für die Gebühren geplant ist, blieb zunächst offen.

Das Gericht in Leipzig hatte am Dienstag die Freiburger Gebührensatzung für unwirksam erklärt. (Az.: BVerwG 9 CN 2.22) Seit anderthalb Jahren kostete ein Anwohnerparkausweis für ein durchschnittliches Auto in Freiburg 360 Euro. Der Satz war gestaffelt, für besonders lange Wagen waren sogar 480 Euro fällig. Da für das Anwohnerparken bis zum Jahr 2021 nur 30 Euro genommen wurden, hatte FDP-Stadtrat Sascha Fiek gegen die kräftige Erhöhung geklagt.

Das Urteil gilt als Signal für andere Kommunen, sich mit dem Thema Anwohnerparken zu beschäftigen.

Auch Ulm bittet seit letzten Sommer viel kräftiger zur Kasse. Das Anwohnerparken kostet 200 Euro pro Jahr. Früher waren es auch nur 30 Euro.

Das könnte Dich auch interessieren

12.05.2026 Stuttgart-Stammheim: Richterin lässt Saal räumen Nach wiederholtem Applaus und Jubelrufen aus den Zuschauerrängen ließ die Richterin kurzerhand den ganzen Saal räumen. Die Sitzung wurde erneut unterbrochen. Viele der Zuschauer sind Pro-Palästina-Aktivisten oder Freunde und Angehörige der Angeklagten. Sie skandierten die Parole «Free Palestine». Einzelne Zuschauer ließen sich von Justizbeamten aus dem Gebäude führen. Die Richterin hatte das Publikum davor vor 06.10.2025 Landgericht Ulm: Lange Haftstrafen für Handtaschenräuber Das Ulmer Landgericht blieb damit unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die für beide jeweils acht Jahre für angemessen hielt. Die Verteidiger der beiden Angeklagten hattenn dagegen vier Jahre für den Vater und zweieinhalb bis drei Jahre für den Sohn gefordert und dabei auch angeregt, die Strafe zur Bewährung auszusetzen. Die 1. Große Strafkammer machte es 08.07.2026 Ulm: Prozess gegen mutmaßlichen Messer-Attentäter beginnt Dem 30-Jährigen wird vor dem Landgericht Ulm vorgeworfen, in dem Elektronik-Fachmarkt zielgerichtet mit einem Messer auf einen 25-jährigen Mitarbeiter eingestochen zu haben. Angeklagt ist er wegen versuchten Mordes. Das Messer soll sich der 30-Jährige extra für die Tat besorgt und mehrfach auf den dann bereits wehrlos am Boden liegenden Mann eingestochen haben. Dieser war bei 18.05.2026 Ulm: 10 regionale Brauereien beim Kleinbrauermarkt auf dem südlichen Münsterplatz Seit über 20 Jahren steht der Kleinbrauermarkt für gelebte Bierkultur, regionale Verbundenheit und die große Vielfalt kleiner und mittelständischer Brauereien aus dem schwäbischen Raum. In diesem Jahr kommen zehn Brauereien zusammen, um gemeinsam zu zeigen, was die heimische Braukunst zu bieten hat – ehrlich, bodenständig und mit viel Herzblut gebraut. Eigens Festbier gebraut Ein besonderes