Wenn die Tage kühler werden und sich die Blätter verfärben, beginnt für viele die gemütlichste Zeit des Jahres. Gleichzeitig bietet der Herbst viele Möglichkeiten, Umwelt und Klima mit kleinen Veränderungen im Alltag zu schonen.
Im Spätsommer und Herbst ist die Auswahl an regionalem Obst und Gemüse besonders groß. Äpfel, Kürbisse, Pflaumen oder Zucchini lassen sich einkochen, trocknen oder fermentieren und damit auch für die kalte Jahreszeit haltbar machen. So können saisonale Lebensmittel länger genutzt und lange Transportwege vermieden werden.
Auch Kohl gehört jetzt auf den Speiseplan. Weißkohl, Wirsing, Grünkohl oder Rotkohl werden hierzulande angebaut und eignen sich zum Beispiel für Eintöpfe, Currys oder Salate. Wer gleich mehr kocht, kann Portionen einfrieren oder einwecken.
Auch draußen gibt es einiges zu entdecken. An vielen Wegesrändern wachsen Äpfel, Birnen, Pflaumen, Quitten, Schlehen oder Esskastanien. Ein Herbstspaziergang kann damit schnell zur kleinen Sammeltour werden. Bei Pilzen gilt allerdings: Nur sammeln, wenn sie zweifelsfrei erkannt werden. Wer unsicher ist, kann sich einer geführten Pilzwanderung anschließen.
Der Herbst ist nicht automatisch nur grau und nass. Gerade an sonnigen Tagen lohnt sich ein kurzer Spaziergang in der Mittagspause oder etwas Zeit draußen. Schon wenige Minuten an der frischen Luft können eine angenehme Unterbrechung im Alltag sein.
Wer dabei noch etwas für die Umwelt tun möchte, kann eine Mülltüte mitnehmen und Abfälle im Park oder Wald aufsammeln. Beim sogenannten „Plogging“ wird das Müllsammeln sogar mit Joggen verbunden.
Auch Balkon und Garten müssen mit dem Sommer nicht automatisch ausgedient haben. Herbstblüher und winterfeste Pflanzen können Insekten weiterhin Nahrung bieten und gleichzeitig für etwas Farbe sorgen, wenn die Tage grauer werden.
Sobald die Temperaturen sinken, läuft auch die Heizung wieder häufiger. Der WWF nennt rund 20 Grad Celsius als Orientierung für Wohnräume. Im Schlafzimmer können 15 bis 18 Grad ausreichen. Auch undichte Fenster sollten überprüft werden, damit möglichst wenig Wärme verloren geht.
Auch Weihnachten kann schon im Herbst nachhaltiger vorbereitet werden. Wer Geschenke rechtzeitig plant, kann Einkäufe besser verbinden und vermeidet hektische Last-Minute-Bestellungen mit Expressversand. Gleichzeitig bleibt im Advent mehr Zeit für die schönen Dinge.
Nachhaltiger durch den Herbst zu kommen, muss also nicht kompliziert sein. Regional einkaufen, Lebensmittel haltbar machen, bewusster heizen oder beim Spaziergang Müll einsammeln: Schon kleine Gewohnheiten können im Alltag einen Unterschied machen.