Mit der Filterung sollen jodhaltige Kontrastmittel gar nicht erst im Abwasser landen, sondern direkt vor Ort abgefangen werden. Denn was viele nicht wissen: Kontrastmittel, die bei CT, MRT und auch manchen OPs helfen, bleiben im Körper nicht lange und landen bisher fast vollständig im Abwasser. Kläranlagen können sie kaum herausfiltern, und so machen sie sich auf den Weg Richtung Grundwasser.
Die Lösung in Ulm klingt simpel, ist aber Hightech pur: Patienten nutzen nach der Untersuchung eine speziell gekennzeichnete Toilette direkt vor der Radiologie. Während der Mensch erleichtert ist, arbeitet im Hintergrund ein mehrstufiges Adsorptionsverfahren, das die Kontrastmittelmoleküle zuverlässig einfängt. Der Rest darf wie gewohnt ins Abwasser. Das Kontrastmittel wird fachgerecht entsorgt oder sogar recycelt.